30. Juni 2009
Die Unterschiede zwischen der Digitalfotografie und dem Analogen mit nachfolgender Digitalisierung und Weiterverarbeitung mittels elektronischer Bildbearbeitung ist kleiner als allgemein angenommen. Trotzdem können die Unterschiede im Endergebnis verhältnismäßig groß sein. Um diesen Gesichtspunkten weiter auf die Spur zu kommen, wollen wir in diesem Artikel das Filmmaterial und den Scann-Prozess betrachten.
Digitale Aufnahmen werden immer auf einem Chip gespeichert, der technisch definierte Eigenschaft hat. Diese sind nur bedingt variabel. Zwischen Chip und Film besteht auf den ersten Blick kein Unterschied. Beides sind Aufnahmemedien. Entscheidend ist eben nur, welche Abbildungseigenschaften die Medien mitbringen.
An dieser Stelle wollen wir nicht über die technischen Feinheiten der Bildauflösung reden oder Fähigkeiten der Detailschärfe diskutieren, sondern die Sache von einer anderen Seite betrachten. Unser Blick richtet sich auf die Fähigkeiten der Farbwiedergabe. Entgegen der allgemein vorherrschenden Meinung, stellen Farb- und Schwarzweiß-Fotografien tatsächlich zwei unterschiedliche Disziplinen dar, die von Aufnahmemedien unterschiedlich aufgenommen werden. Alles ist nicht die Frage der Beleuchtung, sondern ein Thema der Wellenlängenbereiche des Lichts, für das sich ein Aufnahmemedium besonders sensibel zeigt. In der Fotografie werden Lichtwellenlängen durch Objektive – besser ausgedrückt, durch die optische Einheit – gebündelt und auf das Aufnahmemedium projiziert. Nicht richtig ist, dass Schwarzweiß-Aufnahmen „nur eine farbentsättigte Version der Farbaufnahme“ darstellen. Aus digitaler Sicht könnte man das zwar so sehen, da der Chip nur in Farbe abbilden kann – aus Sicht des Films ist dies jedoch vollkommen falsch. Analoges Schwarzweiß-Material hat für jedes Farbspektrum eine spezielle Sensibilisierungsschicht, die je nach Lichteinwirkung zu unterschiedlichen Schwärzungsgraden führt. Schwarz bedeutet nicht nur Schwarz, sondern auch Grau in unterschiedlichen Stärken. Verfügbar sind Filmmaterialien, die über den gesamten Wellenlängenbereich alles aufnehmen, sowie Materialien, die bewusst nur einen Ausschnitt des angebotenen Spektrums „sehen“. Die führt zu ganz besonderen Bildwirkungen. Zwar können über die elektronische Bildbearbeitung ähnliche Effekte erzeugt werden, die jedoch zumeist nur eine Annäherung darstellen können.
Der Scanner sieht das, was ihm vorgelegt wird. Unterschiedliche Modi lassen sich einstellen und stellen schon eine erste Vorbearbeitung der gescannten Bilder dar. Farbbilder – egal ob Negative oder Dia-Positiv – sind unproblematisch im Scannprozess. Wenn ein Schwarzweiß-Film gescannt wird, stehen mehrere Arbeitsweisen zur Wahl. Einerseits kann das gescannte Bild direkt in Grautöne umgesetzt werden – oder man wählt den Farbmodus, der den Stärken der digitalen Verarbeitung am nächsten kommt. Ein Schwarzweiß-Negativ im Farbscann hat zunächst einen sehr kräftigen Farbstich. Nun müssen in der Bildbearbeitungssoftware die einzelnen Farbkanäle nachgeregelt werden. So bekommt man ein unglaublich kontraststarkes und reines Schwarzweiß-Bild, dessen Grauwerte ausgewogen und gleichzeitig prägnant sind.
Bildbearbeitungsprogramme sind der Arbeit in der Dunkelkammer nachempfunden. All das, was digital am Rechner gemacht werden kann, ist auch in der Dunkelkammer möglich. Dieses Wissen sollte jedermann im Hinterkopf behalten. Für die Dunkelkammerarbeit stehen schon lange Papiere unterschiedlicher Gradationen zur Verfügung – so wie es auch in der elektronischen Bildbearbeitung die Gradationsregelung gibt. Bei jeder Bildbearbeitung am Rechner sollte zum Abschluss die Einregelung der Gradation erfolgen - hier liegt der Schlüssel zum eindrucksvollen und aussagestarken Bild. Wer hybrid arbeitet hat den Vorteil, dass verschiedene Filmmaterialien sehr verschiedene Gradationshärten von Hause aus mitbringen, sowie unterschiedliche Kontrasteigenschaften aufweisen. Somit bietet bereits das unbearbeitete Bild eine hervorragende Basis, dessen Eigenschaften durch die Bearbeitung verstärkt werden können.
Nach der Bearbeitung am Rechner stehen mehrere Präsentationsmöglichkeiten offen. Die Verwendung im Internet benötigt verhältnismäßig kleine Bildgrößen. Hierfür empfiehlt es sich, die große Bearbeitungsdatei schrittweise durch Verringerung der dpi zu verkleinern, bis die im Programm angezeigte Kantenlänge in Pixel den Internetanforderungen entspricht. Für die Ausgabe auf einem InkJet-Drucker werden schon recht große Dateien benötigt, wenn sie qualitativ hochwertig sein sollen. Ab einer Scannqualität von 1200 dpi sind Ausdrucke hervorragend machbar, mit 2400 dpi können sogar sehr große Reproduktionen gedruckt werden und Profis arbeiten mit 3200 oder gar 4800 dpi. Für den Buchdruck werden manchmal sogar erheblich höhere Anforderungen gestellt. In der hybriden Arbeitsweise ist all das jederzeit ohne Qualitätsverlust und ohne Interpolation möglich.
Das ideale Dateiformat für die Bildbearbeitung ist übrigens .tif, da hier eine unkomprimierte Datei zu Verfügung steht. Das ideale Ausgabeformat ist .jpg, da sowohl Internet als auch InkJet-Drucker dieses Dateiformat am besten „verstehen“. Eine Ausnahme hierbei bildet der Buchdruck – aber das ist sowieso ein ganz spezielles Thema. Als Voreinstellung des Farbraumes sollte stets „Adobe RGB 1998“ gewählt werden. Der Farbraum „sRGB“ schränkt das Farbvolumen erheblich ein. Sogar für die Schwarzweiß-Bearbeitung sollte man stets den vollen Farbraum zu Verfügung haben, da insbesondere Grauwerte nur so voll zur Geltung kommen.
In der nächsten Folge dieser Reihe werden wir Einblicke in die Reproduktion von Bildern auf Papier geben.
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Tags: analog, Bildbearbeitung, Chip, digital, Farbraum, Filmmaterial, Fotografie, Gradation, hybrid, RGB, Scan, scannen
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26. Juni 2009
Analoge Fotografie bedeutet nicht, von der digitalen Welt abgeschnitten zu sein. Das Schlüsselwort dazu heißt „Hybride Verarbeitung“. Was in unserer heutigen Digitalwelt seltsam anmutet ist die Tatsache, dass die hybride Arbeitsweise eine wesentlich längere Tradition hat, als die Digitalfotografie. Bereits Jahre vor der ersten am Markt verfügbaren Digitalkamera wurden Negative und Positive via Scanner digitalisiert und am Computer weiter verarbeitet. Sogar die digital gesteuerte Reproduktion auf Papier hat eine genau so lange Geschichte. Mit den Jahren wurde dieser Bereich sogar noch erheblich verbessert und kann heute als weitestgehend perfektioniert angesehen werden. Lies den Rest des Artikels »
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Tags: analog, Bildbearbeitungsprogramm, Bildverarbeitung, digital, Drucker, Epson, Fotografie, Großformat, hybrid, InkJet, Kleinbild, Kunst, Mittelformat, Papier, Scaner, Scanner, Unikat, Verarbeitung
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25. Juni 2009
Alarmierende Nachrichten von Franke & Heidecke haben uns erreicht. Gestern erfuhren wir aus Mitarbeitern des Hauses nahe stehenden Kreisen, dass alle verbliebenen 131 Mitarbeiter die Kündigung zum Ende des Monats erhalten haben. Zum 1. Juli 2009 wird also die Franke & Heidecke GmbH nur noch als insolvente Hülle übrig bleiben. Wie es in den Hallen der Salzdahlumer Straße 196 in Braunschweig heute aussieht, wissen wir nicht. Wir haben auch keine Informationen darüber, ob sich noch eine Möglichkeit zur Ersatzteilversorgung bietet. Lies den Rest des Artikels »
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Tags: analog, Braunschweig, Franke & Heidecke, Insolvenz, Mittelformat, neue Filme, Rolleiflex
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24. Juni 2009
Quecksilber-Knopfzellen werden schon seit nahezu zehn Jahren nicht mehr hergestellt. Alle Besitzer von Fotoapparaten und Belichtungsmessern, die diese Batterien benötigen, kommen langsam in Ersatzprobleme. Als das EU-Parlament die Batterie-Verordnung erließ, die ein generelles Handelsverbot für Quecksilberbatterien bis zum 26. September 2008 in nationales Recht erzwang, hat sicher niemand an die Liebhaber alter Kameras gedacht. So nutzen zum Beispiel Olympus OM-1, Rollei SL35, alle Canon der F-Serie und viele weitere Kameras diese Batterien. Die Batteriespannung von 1,35 Volt ist deren Lebensader und nun drohte die Kraftquelle langsam zu versiegen. Auch Belichtungsmesser, wie zum Beispiel Lunasix oder Polysix von Gossen, sind auf 1,35 Volt angewiesen. Moderne Knopfzellen haben zwar noch die gleiche Bauform, bergen jedoch die Gefahr, das elektronische Innenleben mit ihren „modernen“ 1,5 Volt für immer ins Nirwana zu befördern. Schlechte Zeiten und dunkle Zukunft für alte Fotoschätzchen? Lies den Rest des Artikels »
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Tags: Batterie, Ersatz, Knopfzelle, PX 625, PX 675, Quecksilber-Batterie
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24. Juni 2009
Anfragen gab es viele – jetzt ist endlich ein Komplett-Paket lieferbar! Holga 120 GN und 5 Filme Rollei UNIVERSAL.
Angestoßen durch unseren Filmvergleich Rollei R3 versus Rollei UNIVERSAL gab es viele Anfragen, ob wir das Ganze auch als Paket liefern können. Natürlich, wir haben die Holga und die Filme auf Lager! Jetzt haben wir uns entschlossen, ein Komplett-Paket in unseren Shop zu stellen - zum Sonderpreis. Jedermann kann also das kaufen, was Grundlage des Filmvergleichs war. Also hinein ins lomografische Vergnügen!
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Tags: Film, Holga 120 GN, Komplett, Rollei UNIVERSAL
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22. Juni 2009
Aus aktuellem Anlass möchten wir hier noch einmal unsere allgemeinen Liefer- und Versandbedingungen bekannt geben und unsere Geschäftsphilosophie erklären. Lies den Rest des Artikels »
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Tags: Beratung, Internet-Shop, Lieferbedingung, Qualität, Reklamation, Shop, Telefon, Versandbedingung, Warenwert, Zahlungsbedingung
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22. Juni 2009
Eine der beliebtesten Kameras im lomografischen Bereich ist die Holga. Mit ihrem Mittelformat, wahlweise als 4,6×6 oder 6×6 cm, gilt sie mittlerweile als Standardwerkzeug der ambitionierten Lomografen. Eine oft gestellte Frage ist, welcher Film die besten Ergebnisse bringt. Hierüber haben wir schon vor längerer Zeit einen Artikel veröffentlicht. Aber wie es scheint, hat ein neuer Film mit hervorragenden Eigenschaften die Bühne betreten, der neue Ausdrucksweisen in der Lomografie mit der Holga erlaubt. Lies den Rest des Artikels »
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Tags: analog, Film, Filmvergleich, Fotografie, Lomografie, Lomographie, lomography, Rollei R3, Rollei UNIVERSAL, Schwarzweiß, Test, U200, Vergleich
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18. Juni 2009
Drei bekannte Fotokünstler hatten Gelegenheit den neuen Rollfilm „Rollei UNIVERSAL 200“ zu testen. Mit Absicht wurden keine Grenzen gesetzt, keine Art der Bilder vorgeschrieben und auch keine anderen Vorgaben gemacht. Wir wollten, dass die Künstler den Film so verwenden, wie sie auch sonst für die Erschaffung ihrer markanten Fotokunst Filmmaterial einsetzen. Lies den Rest des Artikels »
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17. Juni 2009
Rollfilme sind bei uns die Renner. Schon vor längerer Zeit haben wir angemerkt, dass sich das Mittelformat immer größerer Beliebtheit erfreut. Demzufolge geht es bei uns im Lagerbestand auch kräftig rund. Nun haben wir die Lagerkapazität bei den Filmtypen 120 erheblich erhöht. Entgegen allen Erwartungen ergibt sich jedoch keine Trend bezüglich Schwarzweiß- und Farbfilme. Und das ist auch gut so, weil die analoge Fotografie von ihrer Individualität lebt. Lies den Rest des Artikels »
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Tags: 120, analog, Fomapan, Fotografie, Fuji, MF, Mittelformat, Preis, Qualität, Rollei, Rollfilm, Sonderangebot
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17. Juni 2009
Leider zu Unrecht werden Box-Kameras häufig als unzulängliche Spielzeuge abgetan. Auch wenn sie für wenige Euro bei ebay oder auf Flohmärkten erstanden werden können, spricht das noch lange nicht gegen gute Abbildungsleistung. Besonders die Kameras aus den Münchner Agfa-Werken, entstanden in den 1950er Jahren, haben einiges zu bieten, was man bei heutigen Kameras vermisst. Neben dem erheblichen Spaßfaktor, sind die beachtlichen Bildweiten immer wieder ein fotografisches Erlebnis. Lies den Rest des Artikels »
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Tags: Agfa, analog, Box, Boxkamera, Dia, ebay, Fotografie, Negativ, Rollei Digibase, unmaskierter Farbfilm
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