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	<title>mit Spürsinn fotografieren</title>
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	<description>Fachhandel für die analoge Fotografie</description>
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		<title>Trendfarben 2012 perfekt ins Bild setzen</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 10:18:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Sommer steht vor der Tür und überall springen uns Farben ins Auge. Auch wenn es für Fotografen nicht so wichtig ist, welche Modefarben in diesem Sommer anstehen, schadet es nicht zu wissen, was uns farblich erwartet. Mit gutem Grund! &#8230; <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=4981">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Sommer steht vor der Tür und überall springen uns Farben ins Auge. Auch wenn es für Fotografen nicht so wichtig ist, welche Modefarben in diesem Sommer anstehen, schadet es nicht zu wissen, was uns farblich erwartet. Mit gutem Grund! Fotografen, deren Passion die Street-Fotografie ist, interessiert mit Sicherheit welche Farben uns erwarten und welche Filme ein perfektes Bild gewährleisten. Aber auch jene Fotografen, die sich mit Portrait und anderen Sujets befassen, möchten doch mit Sicherheit moderne, zum aktuellen Farbgeschmack passende Bilder machen. Schauen wir also, wie die analoge Farbfotografie damit umgehen kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Als gute Referenz bezüglich des farbigen Trends haben wir uns in der Blogwelt umgeschaut. Im Grunde ist sich die Modewelt uneinig, was in Kürze unser Straßenbild farblich beleben wird. Ins Auge fällt die unschöne Werbung von H&amp;M, die in der aktuellen Plakatwerbung mit übertriebenen, unnatürlichen Farben ihre Waren anpreist. Aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und farblich sind Schwalben auch nicht der Hit. Zwei Mode-Blogs haben uns da bei der Suche nach dem Farbtrend 2012 deutlich mehr geholfen. Der Blog „<a href="http://www.lesmads.de/" target="_blank">Les Mads</a>“ zeigt als Trend eine erdig-elegante Farbpalette, der Blog „<a href="http://frollein-liebelei.de" target="_blank">frollein liebelei</a>“ lässt es deutlich bunter und poppiger angehen. Wahrscheinlich wird das farbliche Sommerbild genau dazwischen liegen. Festhalten können wir auf jeden Fall, Pastelltöne werden überwiegen und alle Nuancen der Farbe Rot bilden den Schwerpunkt. Fotografisch sind das Problemfälle, wenn man nicht an allen Reglern der Nachbearbeitung drehen möchte. Aber es gibt tatsächlich fantastische Farbfilme, die gar keine Nachbearbeitungswut notwendig machen. Bevor wir ans Eingemachte gehen, kommen hier noch ein paar Tipps zur guten Modefotografie.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer seinen Farbbildern etwas mehr Effekt mitgeben möchte, greift gerne zu Farbverlaufsfiltern. Dies sollte man in der Modefotografie jedoch unterlassen, da dummerweise der Farbverlauf oft da ansetzt, wo man ihn gerade nicht gebrauchen kann. Auch Filter zur Farbverstärkung werden im Sommer 2012 nicht gut kommen, da Pastelltöne diesen Eingriff übel nehmen und schnell zur übertriebenen Farbwiedergabe auf dem Film neigen. Aber Achtung, der aktuelle Modetrend hat die Weichen in Richtung der 70er Jahre gestellt. Es ist ein Leichtes, exakt diesen Bildstil nachempfinden und alle Bilder wirken trotzdem modern. Hierbei hilft ein Griff in die Filterschublade der Schwarzweiß-Fotografen. Ein leichter Gelbfilter unterstützt die erdigen Pastelltöne und nimmt Weiß den überstrahlenden Charakter. Auch der Einsatz des leichten Gelb-Orangefilter kann die farbliche Bildaussage deutlich unterstützen und zusätzlich den Hautton des Mitteleuropäers positiv beeinflussen. Diese Erfahrungen aus der Modefotografie lassen sich leicht in die Street-Fotografie umsetzen. Im Grunde ist es ja (fast) das Gleiche.</p>
<p style="text-align: justify;">Der „<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=kodak+ektar&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Kodak Ektar</a>“ wird sich in diesem Sommer sehr gut machen. Er verfügt über ISO 100 und glänzt mit einem samtweichen Farbspektrum, das den aktuellen Trendfarben entgegen kommt. Bei Dia-Filmen wird der „<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=400+x&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Fuji Provia 400 X</a>“ seine Fähigkeiten zum echten Alleskönner des Modesommers 2012 unter Beweis stellen. Er zeigt zwar nicht die sanfte Farbentfaltung des vorher empfohlenen Negativfilms, bietet dafür aber eine auf den Punkt sitzende Darstellung der realen Farbwiedergabe. Ihn stört auch nicht, wenn ein Pastellton mit einem neonfarbenen Accessoire aufgepeppt wird. Hier unterstützt die einmalige Farbmatrix des Films, die über Blau ins Schwarz geht. Kontraste sind sein Spielfeld, klar, rein und scharf bis ins Detail. Und wenn es kein ISO400-Diafilm sein soll, dann ist der Realfarbenfilm „<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=Velvia+100F&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Fuji Velvia 100 F</a>“ das Richtige. Und eine echte Spezialität wird das Farbspektrum dieses Sommers beleben: Der „<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=velvia+50&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Fuji Velvia 50</a>“! Sanfte Farbdarstellung bei gleichzeitig hervorragender Kontrastdarstellung scheinen sich gegenseitig auszuschließen – dieser Dia-Film bringt es aber unter einen Hut. Zudem liebt er Pastelltöne und ist nahezu vernarrt in alle Facetten des fein aufgefächerten Rot und Braun. Eigentlich hat dieser Film alle Voraussetzungen, im Sommer 2012 zum König der Modefarben zu werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Abschluss noch einige Format-Spezialitäten. Mittelformat-Fotografen können in diesem Sommer in Farben schwelgen. Der große Abbildungskreis dieser Kamera-Klasse bietet ideale Voraussetzungen dazu. Selbst feine Nuancen und Schattierungen lassen sich wundervoll abbilden – ein Vorteil bei der zu erwartenden Farbenflut in Pastell. Hier empfehlen wir als Farbnegativfilm den „<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=182" target="_blank">Fuji PRO 400 H</a>“. Ein gnadenlos guter Film, wenn es ums Mittelformat geht. Kleinbild-Fotografen sind aber keinesfalls schlechter gestellt. Hier haben wir den „<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=157" target="_blank">Agfa Vista 400</a>“ in der Hinterhand – ein schöner und preisgünstiger Film, der mit ISO 400 und einer ausgesprochenen Liebe zu Grün, Gelb und Blau alle Pastelltöne gut zur Geltung kommen lässt. Somit bildet sich bereits bei der Aufnahme ein natürlicher Farbkontrast zwischen vollfarbigem Arrangement und Pastell angelegter Mode. Der Sommer mit all seinen Farben kann also kommen.</p>
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		<title>Ist Analogfotografie nur noch Schwarzweiß?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 11:22:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es mag sein, dass eine flüchtige Betrachtung unseres Blogs den Eindruck entstehen lässt, es handele sich um eine Internet-Ausgabe eines Schwarzweiß-Magazins. Tatsächlich hat sich in den letzten Monaten das Schwarzweiße in der Analogfotografie deutlich in den Vordergrund gedrängt. Dieser Trend &#8230; <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=4977">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es mag sein, dass eine flüchtige Betrachtung unseres Blogs den Eindruck entstehen lässt, es handele sich um eine Internet-Ausgabe eines Schwarzweiß-Magazins. Tatsächlich hat sich in den letzten Monaten das Schwarzweiße in der Analogfotografie deutlich in den Vordergrund gedrängt. Dieser Trend zeigt sich übrigens nicht nur im Analogen – die gesamte Foto-Szene zeigt eine Ausrichtung auf das prägnante Schwarzweiß-Bild. Sogar Hersteller von Digital-Kameras konzentrieren sich mit speziellen Modellen auf diese Sparte, wie der Trendsetter Leica jüngst mit der vorgestellten <a href="http://de.leica-camera.com/photography/m_system/m_monochrom/" target="_blank">„M Monochrom“ Messsucher-Kamera</a> zeigt. Nach wie vor ist es jedoch nicht einfach, digital das perfekte Schwarzweiß-Bild zu generieren. Von der Aufnahme, über den ganzen Workflow bis hin zur Print auf gutem Papier zeigen sich immer noch Hürden, die das digitale Schwarzweiß zum Spielfeld für Spezialisten macht. Experten sagen voraus, dass die Schwarzweiß-Fotografie noch lange Zeit die Domäne der Analogfotografie bleiben wird – ganz besonders im Hinblick auf die erweiterten Möglichkeiten durch die hybride und alternativ rein analoge Verarbeitung in der Dunkelkammer. Betrachten wir aus diesem Blickwinkel heute einmal die analoge Farbfotografie und suchen Antworten darauf, welche Optionen sich hier langfristig ergeben. <span id="more-4977"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Mit der qualitativ deutlichen Verbesserung in der Digitalfotografie mutete es für kurze Zeit so an, als wäre die analoge Farbfotografie ein Auslaufmodell. Auf den ersten Blick wird dies auch von Bildstrecken auf Online-Plattformen bestätigt. Auch im Warensortiment für Farb-Materialien scheint es kein großes Angebot zu geben. Die schwarzweiße Seite glänzt hingegen mit einer enormen Fülle an unterschiedlichen Film- und Chemie-Produkten. Jede Film-/Chemie-Kombination lässt unterschiedliche Bildausdrücke entstehen, die sich durch Arbeitsweisen (z.B. Push- und Pull-Entwicklung) noch weiter verfeinern lassen. Michael K. Trout beschreibt in seinem E-Book „<a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?page_id=3746" target="_blank">Psychologie des Schwarzweiß-Films</a>“ eindrücklich, wie und was man alles machen kann. Wenn man sich nun etwas intensiver mit der heutigen Farbfotografie befasst, stellt man schnell fest wie bunt uns spannend auch dieser Bereich ist. Ganz anders, als man es im ersten Moment erwartet. Um dies umfänglich zu verdeutlichen, müssen wir jetzt ein wenig tiefer in die analoge Farbwelt eintauchen.</p>
<p style="text-align: justify;">Durch die Wahl des Films, der in eine Kamera eingelegt wird, hat man sich für eine gewisse Anzahl Bilder auf eine Art der Fotografie festgelegt. In der analogen Farbfotografie steht man zunächst vor der Wahl, ob es ein <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=Farb-negativfilm&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Negativ-</a> oder ein <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=Farb-Diafilm&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Dia-Film</a> sein soll. Dia-Filme werden nach der Aufnahme im sogenannten<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=136" target="_blank"> „E 6“ Prozess</a> entwickelt. Üblicherweise lässt man dies bei einem Labor machen, aber auch die Entwicklung Zuhause ist möglich. Da man hierbei jedoch recht genau arbeiten und ganz besonders die Arbeitstemperaturen im Auge behalten muss, ist dies für die Mehrheit der Fotografen in der Selbstentwicklung zu aufwändig. Negativ-Filme werden in einem standardisierten Entwicklungsprozess behandelt, dem sogenannten <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=Colortec+c-41&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">„C 41“</a>. Hier wird es schon interessanter, dies auch Zuhause zu machen. Die Chemie ist im Arbeitsprozess zwar auch in einem bestimmten Temperaturbereich zu halten, lässt sich jedoch auch ganz hervorragend für kreative Prozesse mit Farbverfälschungen und anderen Effekten einsetzen. Beliebt ist auch die Cross-Entwicklung, in der ein Dia-Film als Farbnegativfilm entwickelt wird. Viele Standard-Labore verweigern diesen Prozess, weil sie angst um ihre Arbeitschemie haben. Gut ausgebildete Fotografen wissen, dass ein Dia-Film keinesfalls die C41-Arbeitslösung verdirbt, aber das lassen wir nun einmal dahingestellt. Wenn ein Labor sich weigert, dann muss man das akzeptieren. Wer jedoch seine Cross-Filme selbst in „C 41“ entwickelt, erobert sich deutlich mehr kreativen Spielraum. Und auch derFarbnegativfilm wird zum kreativen Wunder, wenn man die Entwicklung Zuhause macht. Ein schönes Beispiel hierfür ist das Buch „<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=596" target="_blank">Beyond Vanity &#8211; Jenseits von Eitelkeit</a>“ von Rüdiger Beckmann. Seine spannende Erzählung über fotografische Erlebnisse sind hervorragende Unterhaltung – seine nicht im Standard-Labor entwickelten Farbbilder üben eine fast magische Wirkung auf den Betrachter aus. Schnell wird das unglaubliche Potential im Bildausdruck erkennbar, das sich durch das Bewegen abseits der Norm ergibt. DieFarbfotografie birgt demnach keineswegs weniger kreatives Potential als die Schwarzweiß-Fotografie, zeigt dies jedoch in einer anderen Art und entfaltet eine eigenständige Ausdruckskraft ins Bild.</p>
<p style="text-align: justify;">Nicht nur durch die Entwicklung des Filmmaterials lassen sich Besonderheiten in der analogen Farbfotografie erzeugen. Gerade der Positiv-Prozess in der Dunkelkammer-Arbeit mit Farb-Negativmaterial bietet das Mehr, nach dem so viele Fotografen suchen. Lange schien dieser Bereich in Vergessenheit geraten zu sein, obwohl die benötigten Materialien noch alle verfügbar waren und auch in Zukunft sein werden. Hier ist sogar die Digitalfotografie der beste Förderer. Da Minilabs und andere Ausbelichtungsservices auf <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=categorie&amp;cat=84" target="_blank">Color-Fotopapier</a> im <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=548" target="_blank">RA4-Prozess</a> arbeiten, gibt es in diesem Bereich keinen Mangel. Wer also einen Vergrößerer mit Farbmischkopf hat, ist nahe dran an der eigenen Farbvergrößerung aus der heimischen Dunkelkammer. Das akkurate, farbgenaue Bild wird jedoch in den meisten Fällen nicht im Vordergrund stehen – eher kommt das farbbetonte, überbetonte oder gar farbverfälschte Bild den modernen Anforderungen nach. Dies hat übrigens eine lange Tradition. So wurde zum Beispiel in den 1970er Jahren jeder Werbeprospekt, jedes Plakat und jede Farbvergrößerung an den Modefarben Lindgrün, Orange und Sonnengelb angepasst. Eine Farbwelt, die sich heute in ähnlicher Weise wieder ankündigt. Stehen wir hier am Anfang eines neuen Trends?</p>
<p style="text-align: justify;">Als stabile Größe zeigt sich seit Jahren die <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=Farb-Diafilm&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Dia-Fotografie</a>. Und auch hier verschwimmen die Grenzen zwischen Analog und Digital. Schon lange hat in der Präsentationstechnik der PC einen festen Platz. Er steuert Projektoren, unterstützt die musikalischen Untermalung und eine Dia-Show hat schon lange nichts mehr mit den (öden) Dia-Abenden vom letzten Familienausflug zu tun. Gerade die Dia-Filme von Fuji haben auch in der Farbkraft und Brillanz dieses Abbildungsmedium zu neuen Ehren verholfen. Und schon lange nicht mehr muss man für das Dia mit niedrigen ISO-Werten vorlieb nehmen. Der „<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=provia+400x&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Fuji Provia 400 X</a>“ ist der beliebteste Film geworden – für exakte, realitätsnahe Fotografie genau so wie für deutliche Push-Entwicklungen oder auch kreatives Crossen. Wir sehen, die analogeFarbfotografie ist noch lange nicht tot und erlebt immer wieder neue Impulse.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber auch in der Farbfotografie gibt es kurzlebige Trends, die nach kurzem Aufflackern wieder abebben. Waren noch vor 2 Jahren die <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=1814" target="_blank">Redscale-Filme</a> sehr begehrt, sind sie heute nur noch <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=redscale&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">ein Auslaufmodell</a>. Eigentlich schade, weil man mit ihnen sehr schöne und effektvolle Bilder machen kann. Aber es hat keinen Sinn sich in der Analogfotografie an eine Sache zu klammern, da gerade die Vielfalt der Möglichkeiten genau das ist, was sich digital nicht so kompromisslos umsetzen lässt An dieser Stelle nun nochmals einen Blick auf die monochrome Leica. Mit Sicherheit ist die ein fantastischer Apparat, der qualitativ in die der absoluten Spitzenklasse anzusiedeln ist. Aber gleichzeitig bringt das Gerät eine Menge Einschränkungen mit. Wer sich zum Beispiel eine analoge M-Leica kauft, genießt sofort die Freiheit der Analogfotografie, in dem er die freie Wahl zwischen den Filmen Farb-Dia, Farb-Negativ, Schwarzweiß-Negativ und sogar noch <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=345" target="_blank">Schwarzweiß-Dia</a> hat. Das ist in sich schon eine runde Sache. Hierbei müssen wir auch nicht einmal über die Möglichkeiten der hybriden Verarbeitung und alternativ der rein analogen Dunkelkammer nachdenken, um alle Vorteile auf den Punkt zu bringen. Und wie gesagt, analog ist nicht nur schwarzweiß.</p>
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		<title>Schwarzweiß-Bilder werden bunt – Teil 3</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 10:45:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir uns mit kreativen Entwicklungstechniken für die Dunkelkammer befasst haben, kommt heute die Farbe ins schwarzweiße Bild über eine gänzlich andere Technik. Wir kümmern uns nun um die färbende Tonung. Der Einschub „färbend“ ist an dieser Stelle wichtig, da &#8230; <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=4965">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachdem wir uns mit kreativen Entwicklungstechniken für die Dunkelkammer befasst haben, kommt heute die Farbe ins schwarzweiße Bild über eine gänzlich andere Technik. Wir kümmern uns nun um die färbende Tonung. Der Einschub „färbend“ ist an dieser Stelle wichtig, da wir in der analogen Bildausarbeitung auch nicht färbende Tonungen kennen. Interessant dabei ist, dass es sich zwar um eine Dunkelkammer-Technik handelt, die jedoch bei normalem Raumlicht vorgenommen wird. Gehen wir also heraus aus dem Rotlicht-Bereich und schauen uns an, was wir mit der Tonung alles erreichen können. <span id="more-4965"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Tonung gehört seit jeher zu einer Standardtechnik der fotografischen Papierverarbeitung. Erfunden wurde dieses Verfahren, um die als Silbergelatineprint ausbelichteten Bilder archivfest zu machen. Dies ist auch sinnvoll, da das Silber einer normalen Ausbelichtung noch nicht gegen Oxidation geschützt ist. Wenn man jedoch das normale Silberbromid in Schwefelsilber wandelt, ist das Bild über viele Jahre hinweg archivfest und verändert sich nicht. Die beliebteste Tonung für Archivfestigkeit ist die Selen-Tonung. Sie zählt zu den „nicht färbenden Tonungen“. Zwar wird der Schwarzton einer Schwarzweiß-Vergrößerung durch die <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=selentoner&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Selen-Tonung</a> ein wenig weicher, aber im Grunde verändert es an der Bildfarbe nichts. Zum gleichen Zweck wird auch das <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=573" target="_blank">Gold-Bad</a> eingesetzt – die Veränderung des Schwarztons ist da weniger stark und Schwarz bleibt Schwarz. Ein nahezu gleicher Name mit einer anderen Bildwirkung finden wir beim <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=431" target="_blank">Gold-Toner</a>. Hier verwandelt sich das Schwarz in ein tiefes, sattes Dunkelrot, das nahezu Schwarz erscheint. Wir sehen, auch die nicht färbenden Tonungsverfahren ändern schon etwas an der Farbigkeit des Schwarzweiß-Bildes. Aber wirklich Farbig ist das noch nicht. Farbe bekommen wir erst, wenn wir färbende Toner einsetzen. Sehr beliebt ist der Sepia-Ton. Aber auch Tiefbraun, Blau und Rot sind Tonerfarben. Man kann auch Orange, Sonnengelb und Grün erzeugen. Um es dann auf die Spitze zu treiben, kann man auch mehrere Farbtöne ins Schwarzweiß-Bild hinein zaubern. Nun wird es aber kompliziert. Befassen wir uns also zunächst mit den Grundlagen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die färbende Tonung über das ganze Bild ist eine recht einfache Technik. Hierbei muss unterschieden werden, ob es sich um einen metallischen Toner (hierfür stehen die Grundfarben Blau und Rot) oder um einen Toner auf Schwefelbasis handelt. Mit Schwefelverbindungen kommt man zu Brauntönen, zu denen auch der Bildton „Sepia“ zählt. Für das Arbeiten mit den verschiedenartigen Schwefeltonern wird das Bild zunächst gebleicht, um dann im eigentlichen Toner zur gewünschten Bildfarbe zu kommen. Bei einigen Schwefeltonern sind auch Bleicher und Farbumwandler in einem Bad vereinigt – aber diese Toner arbeiten in der Regel nicht so zuverlässig und fein wie die getrennten Ansätze. Wie bei allen Chemikalien in der Fotografie gibt es Pakete für Experten und solche, die für jedermann geeignet sind. Wir haben selbst eine <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=a+touch+of&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">komplette Toner-Familie</a> aus eigener Fertigung im Lieferprogramm, mit denen sogar Anfänger zum 100%igen Bildergebnis kommen. Wichtig ist jedoch, dass das Motiv zur Tonung passt. Farbe beim falschen Motiv kann auch recht seltsam wirken, manchmal kitschig und auch einmal deplatziert. Es kommt eben sehr stark auf das Feingefühl bei der Bearbeitung an.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/DOM_TriX1600_Aubergine001srgb.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4967" title="DOM_TriX1600_Aubergine001srgb" src="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/DOM_TriX1600_Aubergine001srgb-221x300.jpg" alt="" width="221" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/DOM_TriX1600_Braun002srgb.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4968" title="DOM_TriX1600_Braun002srgb" src="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/DOM_TriX1600_Braun002srgb-221x300.jpg" alt="" width="221" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die große Schule der mehrfarbigen Tonung finden wir dort, wo zwei oder mehr natürliche Farben ins Schwarzweiß-Bild hinein gebracht werden. Diese Art der Bildbearbeitung wird zumeist in der Landschaftsfotografie angewendet und bietet einmalige Effekte. Bei dem nachfolgenden Bild handelt es sich tatsächlich um die Ausbelichtung eines Schwarzweiß-Bildes – der obere Teil wurde in Blau getont, für den unteren Teil wurde ein Schwefeltoner eingesetzt. Es war nur ein Versuch, der nicht sonderlich akkurat ausgeführt wurde. Aber schon diese etwas lässige Ausführung zeigt, was alles möglich ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/UsedomFarbtonung_001web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4969" title="UsedomFarbtonung_001web" src="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/UsedomFarbtonung_001web-300x221.jpg" alt="" width="300" height="221" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die absolute Spitze in der Tonung treffen wir bei der sogenannten Split-Tonung, auch Mehrfachtonung oder Multi-Color-Toning genannt. Der Trick bei dieser Tonungsvariante ist, dass man erst bei genauem Hinsehen erkennt, dass hier verschiedene Farbtöne im Spiel sind. Der Effekt ist außergewöhnlich. Um einmal deutlich zu zeigen, wie man den Bildausdruck mit einer Mehrfachtonung verändern kann, zeigen wir hier zunächst das einfache Schwarzweiß-Bild.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/Sonntag_001web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4970" title="Sonntag_001web" src="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/Sonntag_001web-219x300.jpg" alt="" width="219" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Schauen wir einmal auf die erste Umsetzung mit einer einfachen Split-Tonung. Wenn man so etwas macht, muss man sich bereits im Vorfeld darüber Gedanken machen, was man erreichen möchte. Bei dem nachfolgenden Bild sollte der Bildausdruck etwas „leichter“ wirken, etwas heller und die Baumrinden sollten eine markantere Struktur bekommen. Deshalb wurde zuerst in rot getont und dann blau. Rot unterstützt die Lichter und mittleren Grauwerte, Blau gibt den Schatten mehr Tiefe. Hier das Ergebnis:</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/Sonntag_002web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4971" title="Sonntag_002web" src="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/Sonntag_002web-220x300.jpg" alt="" width="220" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die nächste Tonung, gleiches Motiv. Nun sollte noch ein wenig mehr Bildeffekt erzeugt werden. Außerdem war ein leichter Antik-Touch das Ziel, ohne dabei auf eine Sepia-Tonung zurück zu greifen. Und wenn schon Landschaft und Bäume, sollte auch ein wenig Grün in Bild. Drei Tonungsgänge waren erforderlich. Zunächst wurde in einer Toner-Mischung getont, die einen Orange-Farbton einbringt. Da Orange auf einer Schwefelbasis aufsetzt, wurde im zweiten Gang mit einem Blautoner gearbeitet. Wenn Blau auf eine Schwefeltonung folgt, ergibt sich ein grüner Farbton, der von den Schatten bis in die Mitteltöne reicht. Zum Abschluss wurde dann noch einmal eine Rot-Tonung durchgeführt, die von den Mitteltönen bis in die Lichter ihre Wirkung zeigt. Hier also das Ergebnis des etwas komplizierteren Tonungsablaufs:</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/Sonntag_003web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4972" title="Sonntag_003web" src="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/Sonntag_003web-219x300.jpg" alt="" width="219" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Split-Tonung gelingt nicht mit jeder Toner-Chemie. Wir haben beste Erfahrungen mit dem „<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=633" target="_blank">Palette-Toner Kit</a>“ von Fotospeed gemacht. Hier sind alle Chemikalien aufeinander abgestimmt und funktionieren einzeln und auch miteinander. Man kann also einerseits vollfarbig und intensiv tonen – andererseits auch sehr gut feine Farbnuancen ins Schwarzweiß-Bild bringen. Zudem lassen sich auch Farbtöne mischen. Aus den vier Grundfarben Titan-Gelb, Vanadium-Gelb, Rot und Blau entstehen so auch die Farben Sonnengelb, Orange, Kirschrot, Rosa, Ocker und viele mehr. Durch die Reihenfolge der Tonung erreicht man dann noch Grün, Oliv, Violett, Lila und einiges mehr. Auf jeden Fall kommt Farbe ins schwarzweiße Bild. Es wird bunt. Allerdings muss man dafür kein Expertenwissen aufbauen – lediglich Spieltrieb und ein wenig Fantasie sind erforderlich. Und wer es ganz genau wissen möchte, findet im <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=632" target="_blank">Toner-Workshop</a> die Antworten auf alle seine Fragen.</p>
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		<title>Schwarzweiß-Bilder werden bunt – Teil 2</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 11:00:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Schwarzweiß-Bild müsste doch eigentlich schwarzweiß sein, werden viele Leser denken. In der Geschichte der Fotografie gab es schon immer Bewegungen, die auf extravagante Farbtöne abhoben, um dem Schwarzweißen Farbe zu verleihen. In unserer kleinen Artikelserie kümmern wir uns um &#8230; <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=4957">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ein Schwarzweiß-Bild müsste doch eigentlich schwarzweiß sein, werden viele Leser denken. In der Geschichte der Fotografie gab es schon immer Bewegungen, die auf extravagante Farbtöne abhoben, um dem Schwarzweißen Farbe zu verleihen. In unserer kleinen Artikelserie kümmern wir uns um das bunte Schwarzweiß-Bild. Bereits gestern haben wir ein <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=4953" target="_blank">Entwicklungsverfahren vorgestellt</a>, bei dem in der Dunkelkammer außergewöhnliche Farbtöne entstehen. In der Lith-Entwicklung entwickelt sich das Bild ganz natürlich und ohne Zugabe von Farbstoffen und zeigt doch Farbigkeit. Heute stellen wir ein Verfahren vor, das auf den ersten Blick dem Lith-Print ähnlich ist, jedoch anders funktioniert und andere Effekte bringt. Heute geht es nicht nur um die Farbe im Schwarzweiß-Bild, sondern auch um einmalige Effekte, die Unikat-Kunst noch expliziter in den Mittelpunkt stellt. Zudem ist der historische Hintergrund des Verfahrens sehr interessant. Tauchen wir also ab und beginnen mit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts. <span id="more-4957"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Manche Geschichten in der Fotografie scheinen einem Krimi entnommen. In den 1920er Jahren war Paris die Welthauptstadt des Surrealismus. Schauspieler, Tänzer, Musiker, Literaten und Maler befassten sich in ihren Werken und Darbietungen mit der Verfremdung des Lebensraumes und aller darin zu findenden Lebewesen. Natürliches schien in der Kunst keinen Raum mehr zu haben. Selbstverständlich wurden auch Fotografen in diesen Bann gezogen. Ein wenig Abstraktion und etwas mehr Verfremdung rückte in die Fotografie. Trotzdem blieben die Pariser Fotografen noch recht konservativ in ihren Bildgestaltungen. Deutlich weiter gingen die Fotografen der Tschechischen Avantgarde. Beeinflusst durch den Pariser Surrealismus brachten tschechische Fotografen die surrealistische Fotografie auf den Punkt. Beeinflusst durch Man Ray schufen große Namen wie László Moholy-Nagy, Jaroslav Rössler, Jaromir Funke und andere surrealistische Bilder, deren Eindringlichkeit und Bildausdruck uns noch heute in Erstaunen versetzen. Auch in der Bildausarbeitung wurden neue Wege beschritten. Leider setzten die Wirren des heraufziehenden Nationalsozialismus dem künstlerischen Schaffen ein jähes Ende. Als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Entartete_Kunst" target="_blank">Entartete Kunst</a> wurden die meisten dieser Bilder verbrannt und auch die Verfahrensbeschreibungen der Entwicklungsmethoden gingen verloren. Deshalb ist nicht viel aus dieser Zeit überliefert. Lediglich in einigen Museen (z.B. Kunstgewerbemuseum Prag und Mährische Galerie Brünn) werden gerettete Bilder gezeigt und einige wenige Bücher überliefern uns, was die damaligen Künstler des fotografischen Surrealismus geleistet haben. Schon vor einigen Jahren verliebte sich Michael K. Trout in diese Bildausdrücke und so versuchte er, eines der beliebtesten Entwicklungsverfahren in der Dunkelkammer wieder neu zu erfinden.</p>
<p style="text-align: justify;">Da es den Fotografen der Tschechischen Avantgarde um die Entwicklungsverfahren ging und weniger um den klangvollen Namen der Methode, ist es heute sehr schwer, die Hintergründe und Rezepturen der Fotochemie nachzuverfolgen. Michael K. Trout hat einen Weg gefunden, eines der in den 1920er Jahren von den fotografischen Surrealisten genutztes Verfahren nachzuempfinden. Er nennt es „<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=628&amp;x6255e=3bf053b1251c78c94857972e4e885706" target="_blank">Oxyprint</a>“, da es sich um eine Oxydationsentwicklung handelt. Ähnlich dem Lith-Verfahren wird das Fotopapier überbelichtet, jedoch weniger stark. Es genügt oft schon zwei oder drei Sekunden mehr Licht zu geben. Beim Oxyprint ist es sogar nahezu unerheblich, welches Fotopapier man verwendet. Eigentlich ist jedes Papier einsetzbar und sogar die Gradationswandlung von Multigrade-Papieren ist nutzbar – Splitgrade funktioniert auch. Die Entwicklung erfolgt in der Fotoschale auf Sicht – dies bedeutet, dass man die sehr langsame Entwicklung des Bildes unter Rotlicht beobachtet und abschätzt. In der Regel dauert ein Entwicklungsvorgang 10 Minuten und länger. Ein Vorteil: Während der Entwicklung muss die Schale nicht permanent bewegt werden. Durch die langsame Entwicklung und den dabei in Gang gesetzten Gerbprozess der Oxydationsentwicklung verfärben sich die Bilder tiefbraun, rot und gelb, mit allen möglichen Schattierungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei den Bildern der Tschechischen Avantgarde fällt auf, dass es sich immer um Unikate handelt, die sogar bewusst erzeugte Fehler aufweisen. Gerade diese „Entwicklungsfehler“ sind eine interessante Möglichkeit, wenn man das außergewöhnlich Bild, das echte Unikat schaffen möchte. Und tatsächlich, mit dem „Oxyprint“ lassen sich „Fehler“ provozieren und bewusst setzen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/TheKiss_003web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4960" title="TheKiss_003web" src="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/TheKiss_003web-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Spannbreite der Variationen bei einer Oxyprint-Entwicklung ist gewaltig. Da die Arbeitslösung ungefähr 2 Stunden lang einen kontinuierlich fortschreitenden Oxydationsprozess durchläuft, nehmen auch absolut gleich belichtete Bildserien von Bild zu Bild einen anderen Ausdruck an. Dies kann man sehr gut in der <a href="http://www.spuersinn-galerie.de/wrdpr/?p=532" target="_blank">Spürsinn-Galerie beim oben gezeigten Bild sehen</a>. In einem Arbeitsansatz von 500 ml können 5 bis 6 Bilder 13&#215;18 cm oder 2 bis 3 Bilder im Format 18&#215;24 cm entwickelt werden. Nach zwei Stunden ist die Entwicklungskapazität eigentlich erschöpft – aber Michael K. Trout berichtet auch über einen Print, den er runde <a href="http://www.mktrout.de/?p=4064" target="_blank">13 Stunden entwickelt</a> hat. Das Ergebnis ist sehenswert!</p>
<p style="text-align: justify;">Worin liegt der Reiz dieser besonderen Art der Bildausarbeitung? Zum Einen ist es nahe verwandt mit der Lith-Entwicklung, aber einfacher in der Anwendung. Die Oxyprint-Bilder zeigen eine große Tiefe, sind vielfarbig und können, anders als das Lith-Verfahren, mit nahezu jedem Fotopapier durchgeführt werden. Sogar Multigrade-Papiere mit Einsatz der Splitgrade-Technik funktionieren. Das sind im Grunde technische Werte. Auf der haptischen, emotionalen Seite brilliert der Oxyprint durch das Hervorheben der Papierstruktur, sowie der Möglichkeit bewusst „Fehler“ einzubauen. Aber auch das sind noch recht technische Betrachtungsweisen. Kommen wir zurück zu dem, was die fotografischen Surrealisten wollten – mit dem Oxyprint erreicht man eine maximale Verfremdung, die oft mehr an ein Gemälde erinnert, als an eine Fotografie. Gleichzeitig zeigt sich ein überraschendes Farbenspiel und eine enorme Vielfalt der möglichen Ausarbeitungen. Sogar bei Serien werden die Varianten so zu Unikaten. Einmalig und außergewöhnlich.</p>
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		<title>Schwarzweiß-Bilder werden bunt – Teil 1</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 10:53:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>spuersinn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern unterhielten wir uns über das außergewöhnliche Bild. Besonderheiten und Effekte spielen in der Fotografie seit jeher eine erhebliche Rolle. Schon lange vor der digitalen Bildbearbeitung griffen Fotografen in der Dunkelkammer auf unterschiedliche Verfahren zurück, um ein Bild weitab vom &#8230; <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=4953">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Gestern unterhielten wir uns über <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=4949" target="_blank">das außergewöhnliche Bild</a>. Besonderheiten und Effekte spielen in der Fotografie seit jeher eine erhebliche Rolle. Schon lange vor der digitalen Bildbearbeitung griffen Fotografen in der Dunkelkammer auf unterschiedliche Verfahren zurück, um ein Bild weitab vom Alltäglichen zu präsentieren. Besonders das Schwarzweiß-Verfahren eröffnet hier erstaunlich viele Möglichkeiten. In einer kleinen Artikelserie werden wir nun in diese ganz eigene Welt eintauchen. In der Hauptsache kümmern wir uns dabei um Verfahren, die aus einem Schwarzweiß-Bild eine farbige Ausarbeitung machen. Schwarzweiß-Bilder werden bunt. <span id="more-4953"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Wer auf die letzten 100 Jahre der Dunkelkammerverfahren zurückschaut, wird eine enorme Vielfalt an Bildausarbeitungen finden, deren Ausdruck und Gestaltung uns heute wundern lassen. Besonders anziehend sind jene Bilder, deren Ursprung eindeutig Schwarzweiß ist, die sich jedoch in anderen Farben und zum Teil sogar richtiggehend bunt präsentieren. Selbstverständlich wurden auch immer wieder neue Verfahren entwickelt, bekannte abgewandelt und verloren gegangene wieder erfunden. Da in diesem Zusammenhang zumeist die Schaffung eines Unikats im Vordergrund steht, schauen wir heute auf die in letzter Zeit wieder sehr populäre Lith-Entwicklung – eine Dunkelkammertechnik, die sich mit einigen Tricks die Eigenschaften des Schwarzweiß-Fotopapiers zu Nutze macht, um außergewöhnliche Bildausarbeitungen zu ermöglichen. Und da wir schon bei der Farbe sind, sagen wir gleich, dass hier von einem nahezu reinen Schwarzweiß bis hin zu einem Dunkelbraun bis Rot alles möglich ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Anders als es der Name Lith-Entwicklung vermuten lässt, hat diese Dunkelkammertechnik nichts mit Lithografie zu tun, auch nicht mit Lith-Filmen und erst gar nichts mit Drucktechniken. Die Lith-Entwicklung auf schwarzweißem Fotopapier ist eine Spezialität der Fotochemie und spezieller Arbeitsweisen. Wir müssen ein wenig weiter ausholen, um das alles zu erklären. Wer sich schon etwas länger in der Dunkelkammer bewegt weiß, dass im Grunde alles feste Zeitparameter hat, die eine einwandfreie und stimmige Ausbelichtung auf Fotopapier gewährleisten. Dies beginnt mit der Belichtung und setzt sich in der Entwicklungschemie fort. So haben wir, abhängig von der Art des Fotopapiers, eine Belichtungszeit (z.B. 25 Sekunden auf PE-Papier im Format 18&#215;24 cm) die sich je nach Art und Qualität des Negativs um wenige Sekunden nach oben oder unten verschiebt. Danach entwickeln wir zum Beispiel in „<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=437&amp;x6255e=13913c7df49da82ebc26e6fa602c68ce" target="_blank">Straight Black</a>“ innerhalb von einer Minute. <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=372" target="_blank">Stoppbad</a>, <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;keywords=Ultrafix+n&amp;cat=&amp;mnf=27&amp;x=42&amp;y=19" target="_blank">Fixierer</a> und fertig. In der Lith-Entwicklung ist es ein wenig anders. Dort wird das Fotopapier deutlich überbelichtet und danach erfolgt der Entwicklungsvorgang, auf Sicht, in einer nicht festgelegten Zeitdauer, aber mit Sicherheit länger als 6 Minuten. Und was soll das? Hier ein Beispiel:</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/secrets_var_002web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4954" title="secrets_var_002web" src="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/secrets_var_002web-214x300.jpg" alt="" width="214" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Das Ergebnis ist erstaunlich und die technischen Parameter irgendwie so gar nicht ingenieurmäßig. Den Grund dafür finden wir im Fotopapier. Nicht jedes Papier ist lith-fähig. So haben wir im Moment lediglich das „<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;keywords=art+300&amp;cat=&amp;mnf=4&amp;x=46&amp;y=17" target="_blank">Ilford Art 300</a>“ im Lieferprogramm, dass sich sehr gut lithen lässt Es gibt aber am Markt noch andere Papiere, die gute Lith-Eigenschaften haben. Da muss man sich eben umschauen. Gleich eine Warnung: Selbst bei Fotopapieren, denen gute Lith-Eignung nachgesagt werden, kommt es von Charge zu Charge zu Schwankungen, die unter Umständen einen Lith unmöglich machen. Zwar wird immer wieder behauptet, dass sich auch PE-Papiere für den Lith eignen, aber Erfahrungswerte zeigen, dass dies eher nicht der Fall ist. Ideal sind Baryt-Papiere. Die Lith-Entwicklung ist etwas für Spezialisten, das soll auch nicht verheimlicht werden, und gerade in diesen Bereichen ist es normal, dass man sich um seine Arbeitsmaterialien etwas intensiver kümmert.</p>
<p style="text-align: justify;">Wichtig in der Lith-Entwicklung ist die Fotochemie. Hier werden spezielle Chemikalienmischungen eingesetzt, die entweder als <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=605" target="_blank">einfaches Konzentrat</a> oder als eine Art <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=625" target="_blank">Baukasten für Experten</a> angeboten werden. Natürlich hat man mit dem Baukasten einen größeren Entfaltungsraum, aber zum Start sollte man zunächst mit der einfachen Chemie beginnen. Wie bereits gesagt, dauert der Entwicklungsgang ziemlich lang. Zudem sollte man nur die Menge Arbeitslösung ansetzen, die man aktuell benötigt. Angemischt ist die Chemie nur kurze Zeit haltbar und verliert dann ihr Entwicklungspotential. Es ist durchaus üblich, dass man nach zwei oder drei Ausbelichtungen eine frische Chemie ansetzen muss Und auch hier eine Spezialität: Jede Ausentwicklung erzeugt ein Unikat. Exakt in der gleichen Art kann man ein Bild nicht mehr erzeugen. Nun wenden wir uns der Belichtung zu – auch da gibt es Besonderheiten.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf jeden Fall muss für eine Lith-Entwicklung das Fotopapier erheblich länger belichtet werden, als sonst üblich. Das kann es durchaus doppelte, im Extremfall sogar dreifache Belichtungszeit sein. Und noch eine Besonderheit: In der Lith-Entwicklung können normalerweise Gradationen auch bei Gradationswandelpapieren (auch Multigrade oder Polygrade genannt) nicht eingesetzt werden. Es schadet zwar nicht, zeigt aber auch keine sichtbare Bildverbesserung. Deshalb kann man beruhigt ohne <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=gradationsfilter&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Gradationsfilter</a> arbeiten – was ja in der konventionellen Dunkelkammer-Arbeit mit Multigrade-Papieren nicht geht.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach der Belichtung geht es mit dem Fotopapier in den Entwickler. Nun tut sich erst einmal nichts sichtbares. In Wirklichkeit fängt nun die Fotochemie langsam an, auf das in der Emulsion eingeschlossene Silber zu wirken. Es vergehen 5 Minuten, oft sogar 10 oder gar 15 Minuten. Man sollte auch nicht verzweifeln, wenn die Entwicklung einmal eine halbe Stunde dauert. Jedes Bild reagiert anders. Während der gesamten Entwicklungszeit muss die Schale bewegt werden, da sich sonst in den Schatten eine Überentwicklung einstellt. Und plötzlich, nach einer unendlich scheinenden Zeit, zeigen sich dann die ersten Umrisse und das Bild wird schnell klar. In der Dunkelkammer, unter Rotlicht, ist das eine echte Konzentrationssache. Aber es lohnt sich! Wenn die Schwärzen voll da sind, muss man schnell ins Unterbrecherbad wechseln, da in der Schlussphase der Entwicklungsvorgang rapide voran schreitet. Danach wie üblich fixieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Ergebnis einer Lith-Entwicklung unterscheidet sich deutlich von jedem anderen Schwarzweiß-Bild. Auffällig ist, dass sich braune und rote Farbtöne mehr oder weniger intensiv zeigen. Diese Unterschiede hängen mit dem Papier zusammen, einer „fetten“ oder „sanften“ Arbeitslösung des Entwicklers und auch mit der gewählten Belichtungszeit. Aber eines ist sicher: Man hält ein echtes Unikat in der Hand und es wird niemandem gelingen, das in der gleichen Art noch einmal herzustellen. Für Foto-Puristen ist das kein geeignetes Arbeitsverfahren, aber Kreative haben daran viel Freunde. Und eine echter Blickfang an der Wand ist ein im Lith-Verfahren entwickeltes Bild auf jeden Fall. Ein interessantes Bild, bunt und außergewöhnlich. In der Spürsinn-Galerie kann man übrigens <a title="Spürsinn-Galerie" href="http://www.spuersinn-galerie.de/wrdpr/?p=491" target="_blank">alle Varianten</a> des oben gezeigten Bildes sehen, die in einer Dunkelkammer-Session entstanden sind.</p>
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		<title>Geht es nur noch um das außergewöhnliche Bild?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 10:13:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die aufgeworfene Frage der Überschrift ist eigentlich Blasphemie. Es geht um Fotografie und jeder Fotograf will das gute, in der Regel sogar das außergewöhnliche Bild machen. Für 2012 haben wir das Jahr des Bildes ausgerufen. In diesem Kontext muss es &#8230; <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=4949">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die aufgeworfene Frage der Überschrift ist eigentlich Blasphemie. Es geht um Fotografie und jeder Fotograf will das gute, in der Regel sogar das außergewöhnliche Bild machen. Für 2012 haben wir das Jahr des Bildes ausgerufen. In diesem Kontext muss es auch erlaubt sein, kritische Fragen zu stellen. Und gerade in dem Zusammenhang, dass die Fotografie noch nie so beliebt war wie heute, wird die Suche nach dem Außergewöhnlichen und Herausragenden immer interessanter. Die mittlerweile anerkannte Tatsache, dass heute zwei unterschiedliche Arten der Fotografie die Bilderwelt beleben – Digitalfotografie und Analogfotografie – lässt die grundlegende Beantwortung der gestellten Frage fast zwingend erscheinen. Aus diesem Grund leisten wir heute einen Beitrag zur notwendigen Diskussion. <span id="more-4949"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Fotografie ist in erster Linie die Beherrschung von Technik und der bildnerischen Gestaltung einer Aufnahme. Zum Zeitpunkt der Aufnahme sind die ersten 50% der Arbeit getan – die zweiten 50% werden in der Bildausarbeitung beigetragen. Gute Fotografie beinhaltet immer beide Teile. Um die 100% zu erreichen wird jeder ambitionierte Fotograf mit möglichst perfekten, seinem Wissensstand und Können angemessenen Mitteln arbeiten, wobei die Prozentangaben nicht auf die verwendete Zeit und Aufwände umzulegen sind, sondern auf den Bildinhalt und Ausdruck. Eine uralte Diskussion in der Fotografie dreht sich um Effekte im Bild. Ja, Effekte sind Gestaltungsmittel und tragen letztendlich erheblich zum Bildausdruck bei. Ein Bild wird nicht für sich selbst geschaffen, sondern soll den Blick des Bildbetrachters anziehen und ihn erfreuen. In den weiteren Abschnitten nehmen wir bewusst die <a title="Überblick Dia-Material" href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?x6255e=ee71181cbeb5d481104cee0a211b2267&amp;page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=Dia&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Dia-Fotografie</a> heraus, weil sie durch sich selbst und die Art der Projektion bzw. Präsentation wirkt und zu gefallen weiß. Gute Dia-Fotografie ist eine Kunst für sich.</p>
<p style="text-align: justify;">Ist die Analogfotografie per se Kunst? Mit Sicherheit nicht! Analog und Digital bieten beide das Potential zur künstlerischen Fotografie – wie sie auch beide zur Reportage und auch zur Dokumentation das ideale Mittel sind. Es kommt lediglich darauf an, was ein Fotograf aus seinen Aufnahmen macht, wie er sie anlegt und bearbeitet. Nicht das Abbildungsmedium, sondern das fotografische Konzept entscheidet am Ende der Strecke, was das Bild aussagt und zu welcher Kategorie es zu zählen ist. Je weiter man in die Frage der künstlerischen Fotografie eintaucht, um so deutlicher wird man das Herausragende und Außergewöhnliche im Unikat finden. Millionenfache Vervielfältigung oder das einmalige Bild, das in seiner fertigen Ausarbeitung nie wieder in der gleichen Art erstellt werden kann, sind Indikatoren, aber nicht die allumfassende Antwort auf die Kunstfrage. Der Begriff Kunst ist sowieso in sich flexibel und mit Sicherheit nicht eindeutig zu erklären. Anne Dickel, Kuratorin der Spürsinn-Galerie, hat hierzu einen <a href="http://www.spuersinn-galerie.de/wrdpr/?p=502" target="_blank">interessanten Artikel veröffentlicht</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Fotografie ist seit Jahrzehnten in die Gesellschaft eingebettet und ein Ausdruck des Lebens. Sie folgt Trends und setzt sogar eigene Trends. Die heutige Bilderwelt ist sogar vielfältiger und kreativer als je zuvor. Bunt und auffällig auf der einen – konzentriert und puristisch auf der anderen Seite. Hierfür sucht sich jeder Fotograf das für ihn passende Arbeitsmittel. Schwarzweiß-Fotografie ist sogar zur Domäne der Analogfotografie geworden. Gleichzeitig öffnen sich beide Welten und gehen aufeinander zu. Die Digitalfotografie geht mit der Ausarbeitung in Edeldruck (<a title="Materialien für Edeldruckverfahren" href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=categorie&amp;cat=72" target="_blank">Cyanotypie und Vandyke</a>) analoge Wege und die Analogfotografie setzt schon lange in der hybriden Verarbeitung auf die Digitalisierung, nutzt die parallelen Möglichkeiten zum Edeldruck und geht auch wieder verstärkt in die Dunkelkammer. Und auch dort gibt es erweiterte Möglichkeiten, in kreativen Arbeitstechniken neue Bildausdrücke zu finden. Je spezieller die Techniken werden, um so mehr nähert sich das Bild dem Unikat. Die moderne Fotografie ist heute nicht mehr auf eine Präsentationsform festgelegt. Eine enorme Spannbreite unterschiedlichster Bildbearbeitungen unterstützt die Bildgestaltung – vom Realitätsnahen, über die Abstraktion bis hin zum Surrealismus. Weiterhin haben wir heute alle Techniken zur Verfügung, um ein Bild millionenfach zur reproduzieren oder daraus ein echtes, außergewöhnliches Unikat zu machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Haben all diese Betrachtungen nun zur Antwort der gestellten Frage beigetragen? Geht es heute wirklich nur um das außergewöhnliche Bild? Wir konnten hier nur Fragmente zur Diskussion beitragen – eine umfängliche Antwort wird jeder für sich selbst geben müssen. Mit Sicherheit wird nicht jeder Fotografierende das außergewöhnliche Bild suchen. Aber es ist wunderbar, dass wir heute so viele Möglichkeiten haben, gute Fotografie zum Außergewöhnlichen zu machen. Hierin liegen Freiheiten, da kein Dogma verteidigt werden muss – hierin liegen Möglichkeiten, da man in der Wahl seiner Mittel frei ist – hierin findet sich Fortschritt, weil man durch die große Auswahl an Materialien nicht über Jahre Ein und das Selbe machen muss Und sollte jemand die Frage stellen, was sich in den Jahren in der Fotografie verändert hat, hat man hierzu die Antwort auch schon parat: Es gab noch niemals so viele Techniken, Materialien und Möglichkeiten, um zum außergewöhnlichen Bild zu gelangen.</p>
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		<title>Branchengerüchte 2012</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 11:12:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Seit rund zwei Wochen schwirren einige Gerüchte durch die analoge Fotowelt. 2012 ist wieder ein Photokina-Jahr und wie immer vor einem solchen Großereignis läuft die Gerüchteküche warm. Angesichts der Vielzahl von Ankündigungen und Neuvorstellungen von etlichen Digitalkameras scheint die analoge &#8230; <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=4942">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit rund zwei Wochen schwirren einige Gerüchte durch die analoge Fotowelt. 2012 ist wieder ein Photokina-Jahr und wie immer vor einem solchen Großereignis läuft die Gerüchteküche warm. Angesichts der Vielzahl von Ankündigungen und Neuvorstellungen von etlichen Digitalkameras scheint die analoge Welt fast unter zu gehen und manchen Platzhirschen der Fotoindustrie kommt dies offensichtlich sehr gelegen. Der aktuelle Trend zur analogen Fotografie scheint einige Marktteilnehmer erheblich zu stören. Deshalb werden Gerüchte gesät und Mutmaßungen angestellt. Aber auch die Filmhersteller benehmen sich bezüglich ihrer Ankündigungen nicht sehr elegant – tollpatschig, fast plump werden Preiserhöhungen angekündigt und in Internet-Diskussionen wird da schnell aus 10% eine stolze 100%-Marke kreiert. Und nimmermüde Untergangsprediger errechnen wieder einmal das Endzeitdatum des Films. Aber was ist eigentlich dran, an dem ganzen Gemurmel? <span id="more-4942"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Fuji-Film hat vor Kurzem eine deutliche Preiserhöhung angekündigt. Ilford und alle anderen Filmhersteller erhöhen gleichfalls, jedoch still und leise. Schuld an diesen Preiserhöhungen ist der Rohstoffmarkt. Als hauptsächlicher Preistreiber kann das Silber angesehen werden, aber auch andere Rohstoffe ziehen preislich an. Leider ist Silber zum Spekulationsobjekt auf dem Weltmarkt geworden. Wir sehen jedoch für die nächsten 6 bis 8 Wochen noch keine erheblichen Preissteigerungen für Filmmaterialien. Somit hat jedermann noch ausreichend Gelegenheit sich für den Sommerurlaub einzudecken. Auch in der Digitalfotografie wird es erhebliche Preissteigerungen geben, da auch in dieser Technik ein hoher Anteil von Edelmetallen verbaut wird.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_4943" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/Silber2012_05.jpg"><img class="size-medium wp-image-4943" title="Silber2012_05" src="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/05/Silber2012_05-300x171.jpg" alt="" width="300" height="171" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Silbernotierung &#8211; Quelle www.finanzen.net</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Die weltweite Filmproduktion ist auf dem höchsten Stand im 10 Jahresvergleich. Ein weiteres Wachstum wird von vielen Experten prognostiziert. An der einen oder anderen Stelle wird gemunkelt, dass demnächst möglicherweise neue Analog-Kameras auf den Markt kommen. Wir sehen dies jedoch nicht so. Angesichts der gewaltigen Menge an funktionierenden Apparaten aus vergangenen Jahrzehnten wäre Neues nicht immer die beste Wahl. Aus Journalistenkreisen wissen wir jedoch, dass zurzeit eine weltweite Recherche läuft, die alle heute neu gebauten Analog-Kameras auflisten wird. So wie wir hören, sind es mehr als wir alle vermuten. Wir sind sehr gespannt.</p>
<p style="text-align: justify;">Apropos Journalistenkreise – es gibt zurzeit Bemühungen, noch in diesem Jahr eine neue Zeitschrift in den Handel zu bringen, die ausschließlich das Thema der Analogfotografie behandelt. Nicht der Blickwinkel der Kamera-Sammler, sondern die praktische Analogfotografie soll im Fokus stehen. Dies kommt nicht von ungefähr. Print-Medien der Fotobranche bemühen sich zwar immer wieder um Ausgewogenheit zwischen Digitalem und Analogem, können jedoch nicht das leisten, zu was eine auf das Analoge konzentrierte Fachredaktion in der Lage ist. Fatal, angesichts des zahlenmäßig stark ansteigenden Kreises der neuen Analogfotografen. Der Trend zum Film ist nicht mehr zu übersehen und die Presse wird das mit großer Wahrscheinlichkeit aufgreifen. Das Photokina-Jahr ist ein idealer Startpunkt und wir vermuten, dass der September ein idealer Zeitpunkt für das erste Heft ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Fotochemie ist eine wichtige Säule der Filmfotografie. Da sich seit einigen Jahren die Schwarzweiß-Fotografie als Domäne des Films entwickelt, schauen viele Fotografen in die Zukunft. Der moderne Schwarzweiß-Fotograf hat andere Ansprüche bezüglich Bildausdruck und Ausnutzung von Filmempfindlichkeit, als Fotografen vor 20 oder mehr Jahren. Zwar gibt es bereits einige hochmoderne Schwarzweiß-Entwickler mit außergewöhnlichen Eigenschaften, aber nicht alle Anforderungen konnten bis jetzt erfüllt werden. Zudem gibt es die durchaus berechtigte Frage: Was ist eigentlich moderne Schwarzweiß-Fotografie? Ist der Bildstil junger Analogfotografen tatsächlich anders geworden? Es ist in der Tat so, dass Hersteller von Fotochemie heute sehr aufmerksam Bildanalysen betreiben, um moderne Chemie für moderne Fotografen zu Verfügung zu stellen. Auch hier brodelt die Gerüchteküche. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden wir erste Produkte in den nächsten Tagen zum Test erhalten und wie gewohnt hierzu unsere ungeschminkte Meinung sagen. Es wird also wieder richtig spannend – so wie die gesamte Analogfotografie heute wieder ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Abschluss ein Resümee zu Kodak. Nachdem das Unternehmen <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=4596" target="_blank">unter Gläubigerschutz gestellt wurde</a>, hat sich die Lage am Filmmarkt deutlich entspannt. Wie wir bereits <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=4601" target="_blank">vorausgesagt</a> hatten, wurden die Dia-Film von Kodak vom Markt genommen. Alle anderen Produkte laufen weiter und verzeichnen auch weiterhin Zuwachsraten. Wir wir aus Kodak-nahen Kreisen hören, ist zurzeit auch nicht mit einem Inhaberwechsel bei der Film-Sparte zu rechnen. Dies wäre auch unnötig, da dieser Bereich zur Gesundung des gesamten, von unprofitablen Teilen befreiten Unternehmens beiträgt. Heute kann man mit Fug und Recht sagen, dass bei Kodak-Filmen – besonders im Schwarzweiß-Bereich – keine Engpässe oder Produkteinstellungen zu befürchten sind.</p>
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		<title>Das Ding mit dem Vergrößerer</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 09:51:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Seit mehr als 3 Jahren begeistern sich immer mehr Fotografen wieder für die analoge Fotografie. Zum Glück gehört der Grabenkampf „analog versus digital“ der Vergangenheit an und es ist keinesfalls ehrenrührig, sowohl digital als auch analog zu fotografieren. Ein entscheidender &#8230; <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=4938">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit mehr als 3 Jahren begeistern sich immer mehr Fotografen wieder für die analoge Fotografie. Zum Glück gehört der Grabenkampf „analog versus digital“ der Vergangenheit an und es ist keinesfalls ehrenrührig, sowohl digital als auch analog zu fotografieren. Ein entscheidender Unterschied zwischen den beiden Arten der Fotografie findet sich in der Ausarbeitung der Bilder. Über die hybride Arbeit haben wir schon mehrfach berichtet. Heute reden wir von der Arbeiten in der Dunkelkammer, die alleine der Analogfotografie vorbehalten ist. Viele Interessierte fragen uns, welche Geräte benötigt werden und wie man in der Dunkelkammer arbeitet. Alle Fragen zu diesem Thema können wir leider nicht in einem einfachen Blog-Bericht beantworten, aber das vielleicht interessanteste Gebiet beleuchten wir heute einmal eingehender: Der Vergrößerer. <span id="more-4938"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Aus historischer Sicht betrachtet, gehört die Arbeiten mit einem Vergrößerer noch nicht so lange zum täglichen Fotografenhandwerk. Richtig modern wurde das Vergrößern erst, als mit der Ur-Leica das Kleinbildformat richtig in Fahrt kam. Noch in den 1930er Jahren war es üblich, Negative <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=4915" target="_blank">als Kontaktkopie auszubelichten</a>. Somit hatten die Positive das gleiche Format wie auch die Negative. Mit dem Kleinbild ging das jedoch nicht mehr, da niemand an einem 24&#215;36 mm großen Papierbild Spaß hatte. Zügig legte die Fotoindustrie nach und bot in schneller Folge auch für den Hausgebrauch geeignete Vergrößerer an. Neues erfinden musste eigentlich kein Anbieter, da schon in den Jahrzehnten vorher Vergrößerer hergestellt wurden. Im Grunde finden wir, wie fast überall in der Fotografie, auch hier wieder das Bauprinzip der „Laterna Magica“. Interessant ist auch, dass sogar viele Laufboden-, Fach- und Reisekameras als Vergrößerer genutzt wurden. Man legte einfach das Negativ in eine spezielle Halterung, darauf wurde ein Lichtkasten aufgesetzt und die ganze Konstruktion an einem Säulenstativ befestigt. Das Aufnahmeobjektiv war gleichzeitig das Vergrößerungsobjektiv. Da man sich in der damaligen Zeit hauptsächlich mit der Normalbrennweite begnügte, war das alles eine feine Sache und es funktionierte ohne größere Umbauarbeit oder Zusatzinvestition. Zudem wurden sowieso nicht sehr häufig größere Bilder abgezogen und so war das Ganze ausreichend komfortabel. Das änderte sich aber schnell, zuerst im Kleinbildbereich und kurz darauf auch in den größeren Negativ-Formaten. Selbstverständlich wurden ab diesem Zeitpunkt innovative Verbesserungen und Neuerungen in die Vergrößerer eingebaut, die oft gut und manchmal auch eher fragwürdig waren. Das Gute daran ist, dass wir heute auf ein breites Feld von Vergrößerern aus 2. Hand zurück greifen können und irgendwie sind sie alle gut.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei der Wahl des Vergrößerers muss man seine Negativ-Formate im Blick behalten. Viele Geräte sind ausschließlich auf Kleinbild ausgelegt. Die „Nummer größer“, also die für 6&#215;6 cm Negative, kann man auch für das Kleinbild nutzen. Dies gilt auch für Vergrößerer im Format 6&#215;7 cm oder gar 6&#215;9 cm – alle sind abwärts kompatibel. Wer also eine Mittelformat- und eine Kleinbild-Kamera besitzt, sollte sich dann für das „große“ Gerät entscheiden. Jedoch muss man sich für das jeweilige Negativ-Format die richtige Vergrößerungsoptik zulegen. Hier gilt folgende Regel:</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Negativ-Format und empfohlene Brennweite</span><br />
18&#215;24 mm = 35 mm<br />
24&#215;36 mm = 50 mm<br />
4&#215;4 cm = 60 mm<br />
6&#215;6 cm = 75 mm<br />
6&#215;7 cm = 90 mm<br />
6&#215;9 cm = 105 mm<br />
9&#215;12 cm = 135 mm<br />
4&#215;5 Inch = 150 mm<br />
13&#215;18 cm / 5&#215;7 Inch = 210 mm</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt noch einmal ein Blick in die Fotohistorie. Bis Ende der 1970er Jahre gab es ausschließlich <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?x40f5c=70c7573de1531a3126c3c2023b57400f&amp;page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=festgradation&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Fotopapiere mit Festgradation</a>. Als Ilford 1978 Schwarzweiß-Papiere mit variabler Gradation &#8211; <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=categorie&amp;cat=81" target="_blank">Multigrade</a> genannt – auf den Markt brachte, betrat die Fotografie ein vollkommen neues Terrain. Vorher war es nur mit Mühe möglich, den Bildausdruck durch die Art der Ausentwicklung so weit zu verändern, dass auch ein nicht 100% stimmiges Negativ zu einem guten Positiv wurde. Multigrade veränderte die Welt der Schwarzweiß-Fotografen. Recht schnell kam man auch auf die Idee, eine Belichtungsphase in mehrere Zeiten aufzuteilen und mit unterschiedlichen Gradationen in einem Bild zu Werke zu gehen. Die Arbeitstechnik des Splitgrade war erfunden. Erfahrene Dunkelkammer-Arbeiter bringen es hier zu wahren Meisterleistungen. Gradationen kann man <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=gradationsfilter&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">mittels Gradationsfilter steuern</a>, die sehr fein und genau arbeiten. Auch wenn wir an dieser Stelle nicht ausführlich auf das Gradationsthema eingehen, sollte man bei der Anschaffung eines Vergrößerers darauf achten, dass das Gerät eine Filterschublade hat. In diese Schublade kann man die Gradationsfilter bequem einlegen und auch Splitgrade-Technik lässt sich leicht und bequem realisieren. Es gibt natürlich auch elektronische Geräte, mit denen man die Gradation beeinflussen kann, aber für den Anfang dürften diese zu aufwändig und teuer sein. Und selbst Profis sind sich uneins, ob nun das elektronisch gesteuerte Splitgrade oder das Arbeiten über Gradationsfilter die bessere Lösung ist. Letztendlich ist das Geschmackssache. Und häufig werden auch Vergrößerer mit Farbmischkopf angeboten, die eigentlich für den Einsatz bei Farb-Vergrößerungen konzipiert wurden. Den Farbkopf des Vergrößerers kann man auch als Regelgerät für die Anpassung der Gradation in der Schwarzweiß-Vergrößerung verwenden, aber sehr genau ist das nicht. Besser ist da der Einsatz der Gradationsfilter (Farbmischkopf auf rein weiß einstellen – in der Regel haben modernere Vergrößerer eine Filterschublade trotz aufgesetztem Farbmischkopf). Wenn ein Vergrößerer einen Farbmischkopf hat, ist das keineswegs schlecht, da man vielleicht auch einmal in die <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=categorie&amp;cat=84" target="_blank">Vergrößerung von Farbbildern</a> eintauchen möchte.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Entdeckungsreise „Dunkelkammer“ ist ein spannender Weg. Wer einen Raum zu Verfügung hat, der vollkommen abgedunkelt werden kann und dort ein Rotlicht aufstellt (Kenner nennen die Dunkelkammer auch „Rotlicht-Bezirk“), ist bereits bestens auf die schwarzweiße Dunkelkammer-Arbeit vorbereitet. Nun braucht man nur noch einen Vergrößerer und ein paar Fotoschalen vom Gebrauchtmarkt und es kann losgehen. Für Farbvergrößerungen benötigt man noch ein wenig mehr Ausstattung, aber damit sollte man sowieso erst beginnen, wenn man das Schwarzweiße im Griff hat. Bleibt nur noch das Thema der Zeitschaltuhr, die den Belichtungsvorgang steuert. Hier sollte man sich nicht auf historische Schätzchen verlassen, da moderne Fotopapiere schneller und feiner auf Licht reagieren, als die Papiere vergangener Tage. Deshalb raten wir jedem Dunkelkammer-Einsteiger <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=511" target="_blank">eine moderne Zeitschaltuhr</a> zu kaufen – die sind auch auf 1/10 Sekundentakte ausgelegt, so wie es heute in der modernen Dunkelkammer-Arbeit notwendig ist. Aber jetzt kann es wirklich losgehen. Und was ist, wenn die Lampe des Vergrößerers kaputt ist? Kein Problem! Die in den meisten Vergrößerern verwendeten <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=Opallampe&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Opallampen </a>und die sind vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kodesign-Richtlinie" target="_blank">EU-Verbot der Glühlampen</a> ausgenommen. Auch für die sogenannten Kaltlicht-Vergrößerer, also jene die mit Halogenlicht arbeiten, gibt es Ersatzlampen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz am Ende mag bei der Wahl des richtigen Vergrößerers vielleicht doch noch einmal Verwirrung aufkommen. In Fotografenkreisen wird gerne darüber philosophiert, ob ein Vergrößerer mit Kondenser, Diffusor oder Mischsystem die bessere Wahl sei. Jetzt einmal ganz ehrlich: Jeder findet das gut, was er hat. Es wird wohl so sein, dass in Feinheiten das eine oder andere System Vorzüge und auch Nachteile hat. Um all diese Feinheiten auszuloten, wird ein Anfänger in der Dunkelkammer jedoch noch einige Jahre benötigen. Und auch hier wieder der alles entscheidende Fakt in der Fotografie: Jeder erarbeitet sich die auf seine Ausstattung passenden Arbeitsmethoden und erreicht damit die für seine Ansprüche passenden Ergebnisse. Durch das Studium von Datenblättern ist noch niemals ein gutes Bild entstanden – es ist alles eine Sache der Übung und des Machens. Spaß hat man auf jeden Fall mit seinen Abzügen aus der Dunkelkammer. Eine große Anzahl Fotografen sagen mit Fug und Recht, dass das beste Bild im Rotlicht-Bezirk entsteht.</p>
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		<title>Wenn in der Negativ-Entwicklung alles schief geht</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 11:55:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>spuersinn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sicher ist es schon jedem Analogfotografen einmal so ergangen: Ein Film wurde zu knapp entwickelt oder man hat falsch belichtet. Wenn es Fotosituationen sind, die jederzeit wiederholt werden können, ist das nicht so schlimm. Aber was geschieht, wenn es einmalige &#8230; <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=4932">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Sicher ist es schon jedem Analogfotografen einmal so ergangen: Ein Film wurde zu knapp entwickelt oder man hat falsch belichtet. Wenn es Fotosituationen sind, die jederzeit wiederholt werden können, ist das nicht so schlimm. Aber was geschieht, wenn es einmalige Momente waren, nicht wiederholbare Augenblicke? Dann ist der Ärger groß und die Enttäuschung auch. Es besteht jedoch kein Grund in Verzweiflung zu verfallen – es gibt Abhilfe. Profis reden von „zu dünnen Negativen“. Aber was ist das? Und was macht man dann? <span id="more-4932"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Als ein „dünnes Negativ“ bezeichnet man all jene Entwicklungsergebnisse, die flau und ohne jede Durchzeichnung daher kommen. Zumeist zeigen sich solche Negativstreifen sehr hell und Bilddetails sind kaum zu erkennen. Alles was auf dem Negativ zu hell ist, zeigt sich in der Positivverarbeitung als dunkel bis schwarz. Das Bild ist eigentlich nicht zu gebrauchen. Schwarzweiß-Fotografen vergangener Tage nutzten bei diesen Gelegenheiten sogenannte Verstärker-Chemie, mit denen die Negative behandelt wurden. Hierbei setzen sich helle und dunkle Bildbereiche deutlich voneinander ab und die Detaildurchzeichnung wird kräftiger. Auch heute noch gibt es solche Chemie-Produkte, die sogar auf die modernen Filmemulsionen abgestimmt sind. Eine solche Chemie haben wir auch in unserem Lieferprogramm. Aber zunächst geben wir einmal ein Beispiel, damit wir alle wissen um was es geht.</p>
<p style="text-align: justify;">Die chemische Bildverstärkung ist zum Beispiel bei versehentlicher Falschentwicklung angesagt. Hier können zu kurze Entwicklungszeiten oder falsche Verdünnungen beim Erstellen der Arbeitslösung die Ursache sein. Aber auch Fotografen die nicht sehr häufig entwickeln, laufen in Gefahr einen abgelaufenen, nicht mehr voll einsatzfähigen Entwickler zu verwenden. Sogar bei einer Falschbelichtung kann das Negativ gerettet werden. Und manchmal ist es sogar eine unselige Kombination aller Faktoren. Wir zeigen hier ein eklatantes Beispiel für all das, was man falsch machen kann. Ein „<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?x40f5c=76f9d78fb9c8d4e164663a915ec875eb&amp;page=search&amp;page_action=query&amp;desc=on&amp;sdesc=on&amp;keywords=ilford+HP5&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Ilford HP5</a>“ wurde auf ISO 3200 belichtet, obwohl eigentlich ISO 6400 die richtige Wahl gewesen wäre. Zu allem Überfluss versagte dann die Batterie des Entwicklungstimers und dies führte dann dazu,dass der Entwicklungsvorgang nach viel zu kurzer Zeit abgebrochen wurde. Ein echtes Beispiel aus dem prallen Fotografenleben.</p>
<p style="text-align: justify;">Bevor wir beschreiben wie man die Negativverstärkung vornimmt, noch ein paar Worte zur Chemie. Als Verstärker-Chemie bieten wir „<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=623" target="_blank">CI10 Chromium Intensifier</a>“ von Fotospeed an. Diese haltbare und sehr ergiebige Chemie ist jedoch nur der erste Teil des Benötigten. Als zweiten Teil benötigt man einen sehr guten Papier-Entwickler. Ideal ist hierfür der „<a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=437" target="_blank">Straight Black</a>“ von SPUR. Nun geht man zur Negativrettung wie folgt vor: Das Konzentrat „CI10 Chromium Intensifier“ wird im Verhältnis 1+4 (Konzentrat + Wasser) gemischt. Die Arbeitslösung ist mehrere Wochen haltbar, braucht also nach der Verwendung nicht sofort entsorgt werden. In dieser Intensifier-Arbeitslösung werden die Negative gebleicht. Dies kann man so weit treiben, bis das Negativ nahezu durchsichtig ist und kaum noch Bildspuren zeigt. Dann wird der behandelte Streifen ausgiebig gewässert, bis der gelbliche Farbton, den er im Bleichbad angenommen hat, vollständig verschwunden ist. Nun legt man den Negativstreifen in die Arbeitslösung des „Straight Black“ &#8211; hier ist ein Mischungsverhältnis von 1+4 bis 1+7 ideal – und lässt mehrere Minuten entwickeln. Das Bild baut sich langsam wieder auf und verstärkt sich dann deutlich. Eine Überentwicklung kann es hier eigentlich nicht mehr geben. Im Anschluss wässert man den Negativstreifen und nach dem Trocknen ist die Negativrettung abgeschlossen. Man kann diesen Vorgang übrigens mehrmals wiederholen, bis man das beste Ergebnis erhält. In vielen Fällen ist es sogar angeraten, zunächst den Bleichvorgang nur ganz schwach vorzunehmen, also nicht bis zum vollkommen verschwundenen Bild, um dann im Entwickler die mögliche Verstärkung zu beobachten. Beobachten ist übrigens ein gutes Stichwort: Die Behandlung des Negativstreifens findet komplett bei normaler Raumbeleuchtung statt. Man sieht also, was man macht. Mit ein wenig Geschick und Übung rettet man wirklich jedes Bild.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/04/Intensifier__001web.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4934" title="Intensifier__001web" src="http://www.spuer-sinn.net/blog1/wp-content/uploads/2012/04/Intensifier__001web-30x150.jpg" alt="" width="30" height="150" /></a>Der obere Teil des Bildbeispiels wurde mit der Kombination „CI10 Chromium Intensifier“ und „Straight Black“ behandelt – der untere ist noch im ursprünglichen Zustand. Richtig gut kann man vielleicht das gerettete Negativ noch nicht nennen, aber wer die Details oben und unten vergleicht, sieht eine deutliche Verbesserung. So ist im behandelten Negativ der Gitarrenspieler im Hintergrund besser zu erkennen, wie auch die Gitarre der Sängerin und noch einige Details mehr. Zugegeben, hier haben wir ein extremes Beispiel gezeigt, aber bestimmt hat fast jeder Schwarzweiß-Fotograf schon einmal ähnliches erlebt. Wunder kann man von der Negativ-Behandlung mit „CI10 Chromium Intensifier“ und „Straight Black“ nicht erwarten, aber es ist auf jeden Fall besser als das wutschnaubende Entsorgen wichtiger Aufnahmen. Und eines stimmt immer: Es geht nichts über korrekte Belichtung und Negativ-Entwicklung. Aber es lohnt sich im heimischen Werkzeugschrank das Rettungspaket griffbereit zu haben.</p>
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		<title>Hausputz im Film-Archiv</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 11:57:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit haben wir über die Restaurierung von Filmmaterialien berichtet. Kurz darauf erreichten uns viele Hilferufe, wie man verunreinigte Negativstreifen und Dias säubert. Leider sind heute kaum noch die klassischen Filmreiniger zu finden, die es noch vor ein paar &#8230; <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=4927">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Vor einiger Zeit haben wir über die <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?s=Restaurierungstipps" target="_blank">Restaurierung von Filmmaterialien</a> berichtet. Kurz darauf erreichten uns viele Hilferufe, wie man verunreinigte Negativstreifen und Dias säubert. Leider sind heute kaum noch die klassischen Filmreiniger zu finden, die es noch vor ein paar Jahren gab. Wir haben länger gesucht und wurden jetzt fündig. Der „Film Cleaner“ von Fotospeed tut tatsächlich das, was sein Name verspricht. <span id="more-4927"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Für eine ordentliche Filmreinigung müssen mehrere Bedingungen erfüllt werden:<br />
Fett, Fingerabdrücke, haftende Staubpartikel, Wasserflecken und Kalkrückstände sollen entfernt werden, fetthaltige Vergilbung und Nikotinrückstände sollen verschwinden Papieranhaftung und haftendes Papiermehl müssen auch abgelöst werden. Zudem muss das Reinigungsmittel nach der Anwendung schnell trocknen.<br />
Wenn schon Hausputz, dann richtig. All diese Bedingungen erfüllt der <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=622" target="_blank">„Film Cleaner“ von Fotospeed</a>. Wir haben zwar noch zwei weitere Produkte getestet, die sich in der Erledigung der einzelnen Anforderungen auch als mehr oder weniger gut erwiesen, waren jedoch mit deren Trocknungsverhalten nicht zufrieden – zudem hinterließen sie eine matte Oberfläche auf Schwarzweiß-Negativstreifen. Der „Film Cleaner“ von Fotospeed bestand alle Tests mit Bravur. Die behandelten Filmstreifen sind gründlich sauber und die Oberfläche glänzt so, wie sie glänzen muss.</p>
<p style="text-align: justify;">Um den „Film Cleaner“ anzuwenden, benötigt man lediglich ein weiches, nicht fusselndes Baumwolltuch, das mit wenigen Tropfen der Reinigungschemie getränkt wird. Ein Tuch aus Synthetikfaser ist allerdings absolut nicht geeignet. Ideal ist ein weißes Geschirrhandtuch. Damit kann man beide Seiten des Films abziehen und sogar an stark verschmutzten Stellen fest reiben. Innerhalb von Sekunden trocknet die Filmoberfläche und der Filmstreifen ist sauber. Es ist egal ob es sich um einen Schwarzweiß- oder Farbnegativstreifen handelt oder um ein Dia. Alle Filmmaterialien werden gleichermaßen gut gereinigt. Sogar alte Negative, die 20, 30 oder mehr Jahre in der Schublade lagen, werden rückstandsfrei gesäubert.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Anschluss haben wir noch einen weiteren Test vorgenommen. Wie verhält sich das gereinigte Negativ, wenn man es in der Dunkelkammer in den Vergrößerer legt? Außer, dass man ein wunderbar sauberes Negativ hat, konnten wir keinerlei Veränderungen am Bild feststellen. Und da Scanner oftmals deutlich empfindlicher auf eventuell zurückgebliebene Schlieren reagieren, haben wir auch das getestet. Der „Film Cleaner“ von Fotospeed war tatsächlich das einzige Produkt, mit dem ein behandelter Filmstreifen sofort nach der Anwendung gescannt werden konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Das klingt alles nach großer Begeisterung und tatsächlich sind wir begeistert. Es gibt nichts nervigeres als verschmutzte Negative und in manchen Fällen ist es eben nicht nur Staub, der stört. In den Kampf gegen die Staubpartikel haben wir schon vor längerer Zeit unseren <a href="http://www.spuersinn-shop.de/index.php?page=product&amp;info=364&amp;x40f5c=ec1d96554037b16cf7b7614ac15b629f" target="_blank">Anti-Fusselpinsel „fluff off“</a> geschickt – mit großem Erfolg. Hartnäckigem Schmutz kann man nun mit dem „Film Cleaner“ zu Leibe rücken.</p>
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