Streifzug durchs Braunschweiger Land – Teil 2

Im zweiten Teil der fotografischen Umschau im Braunschweiger Land besuchen wir das Mühlenmuseum in Gifhorn. Inmitten der Niedersächsischen Mühlenstraße gelegen, sind hier auf einem riesigen Freigelände Mühlen aus aller Herren Länder ausgestellt. Das parkähnlich angelegte Museum lädt zum Schlendern ein und dicht gedrängt findet man Fotomotive in großer Zahl. Schon mit einer einfachen Fotoausrüstung kann man wundervolle Bilder einfangen. Aber nicht nur Mühlen sind zu sehen. Deshalb zeigen wir auch die andere Seite, die Fotografie im ganz großen Stil ermöglicht.

Wenn man von unserem „Foto-Laden“ in der Gifhorner Straße aus startet, ist man bereits nach 25 Kilometern am Mühlenmuseum in Gifhorn. Bereits vom Parkplatz aus kann man gut erahnen, was den Fotografen im Museum erwartet. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 10 Euro pro Person, kein Pappenstiel, aber es lohnt. Da das Mühlenmuseum keine Staats- oder Landesförderung erhält, sind die Eintrittsgelder die einzige Möglichkeit der Finanzierung. Schon nach den ersten Schritten wird man feststellen, das Eintrittsgeld ist gut investiert. Man kommt an alle Mühlen nah heran, die meisten sind auch von innen zu besichtigen und zudem gibt es eine sehr interessante Ausstellung mit Mühlenmodellen und Erläuterungen zur Geschichte der Mühlen vom Mittelalter bis heute. Wenden wir uns den fotografischen Perspektiven zu. Detailaufnahmen sind jederzeit möglich und auch perspektivische Landschaftsaufnahmen mit Mühlen kann man aus jeder Richtung einfangen. Da um alle Mühlen herum ausreichend große Freiflächen vorhanden sind, bieten sich Perspektiven, die an anderen Orten möglich sind. Und dabei ist ideal, dass das Mühlenmuseum so hergerichtet wurde, dass jede Mühle in eine stilistisch weitestgehend harmonische Landschaft eingebettet ist. Somit ist es fast eine Herausforderung, fotografisch alle Register zu ziehen.

Für das Mühlenmuseum braucht man Zeit. Zwei oder drei Stunden reichen nicht aus. Man wird immer wieder neue Dinge entdecken. Fotografisch ist die beste Zeit zwischen 9 Uhr und 11 Uhr und nach 15 Uhr. Die Zwischenzeit kann man sich herrlich in der Restauration des Müller- und Backhauses vertreiben (der Butterkuchen ist einsame Spitze und das selbstgebackene Brot schmeckt nach mehr) oder durch die Ausstellungen gehen. Und wer das Glück hat an einem wolkigen Tag das Museum zu besuchen, kann Dramatik pur auf Film bannen. Aber wir sprachen auch von der anderen Seite, die ohne Mühlen. Genau das findet man nur hier. Durch eine intensive Partnerschaft mit Russland und der Ukraine sind am Rand des Mühlenmuseums eindrucksvolle Bauwerke aus Osteuropa zu sehen. Die Russisch Orthodoxe Holzkirche ist von allen Himmelsrichtungen aus betrachtet ein fotografischer Leckerbissen. Und auch hier wird der Fotograf die parkähnliche Landschaft sehr zu schätzen wissen. Es lohnt wirklich, auch die „ganz große Fototasche“ zu packen. Anfangs sprachen wir davon, dass man bereits mit einer einfachen Fotoausrüstung großartige Bilder machen kann. Das ist absolut richtig – wer aber die Möglichkeiten zum „ganz großen Besteck“ hat, der sollte es hier einsetzen.

Ein ganz besonderes Gebäude ist der Glockenpalast. Dieser steht nicht mehr auf dem Museumsgelände, aber von dort hat man eine hervorragende Perspektive. Die goldenen Kuppeln reflektieren schon den kleinsten Lichtschein. Eine fotografische Herausforderung und gleichzeitig ein fantastisches Motiv. Hier lohnt sich der Einsatz eines Schwarzweiß-Films mit einem Rotfilter auf der Optik. Und es auch auch lohnend, dieses Motiv immer wieder aufzunehmen, da verschiedene Wetterlagen und unterschiedliche Lichtsituationen genau dieses Motiv immer wieder anders erscheinen lassen. Für die hier gezeigte Aufnahme (es war kurz vor einem Gewitter) wurde der „efke IR820 AURA“, in Kombination mit einem 8fach Rotfilter verwendet. Entwickelt wurde in „SPUR Acurol“.

Das Braunschweiger Umland bietet viele einmaligen Fotomotive. Im nächsten Teil dieser kleinen Serie wenden wir uns in die andere Richtung. Der Harz ist nicht weit entfernt, aber bereits auf halber Strecke gibt es schon so einiges zu entdecken. Wer uns in unserem Ladengeschäft besucht, bekommt auch gleich noch eine kleine Beratung, welches Filmmaterial sich für welchen Einsatz am ehesten eignet. Und selbstverständlich kann man das auch tagesgenau auf die aktuelle Lichtsituation abstimmen. Es lohnt also, die Fototour durch das Braunschweiger Umland bei uns in der Gifhorner Straße zu starten.

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