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	<title>Michael K. Trout</title>
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	<description>Gedanken über Leben, Fotografie und Erotik</description>
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		<title>Rückblick, Ausblick, Geld verdient</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 08:09:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es sei gepriesen und gebimmelt, mit Kunst lässt sich wieder Geld verdienen. Ein Sammler von Fotokunst hat sich in meinem Fundus bedient und jetzt lässt sich positiv in die Zukunft schauen. Wieder einmal haben mir diese Gespräche gezeigt, dass nicht das beständig reproduzierbare, sondern das limitierte und besondere Angebot seine Liebhaber findet. Ein Hoch auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sei gepriesen und gebimmelt, mit Kunst lässt sich wieder Geld verdienen. Ein Sammler von Fotokunst hat sich in meinem Fundus bedient und jetzt lässt sich positiv in die Zukunft schauen. Wieder einmal haben mir diese Gespräche gezeigt, dass nicht das beständig reproduzierbare, sondern das limitierte und besondere Angebot seine Liebhaber findet. Ein Hoch auf den analogen Film und die Negative, die ich gleich mitverkaufen konnte. Gleichzeitig ist ein solcher Vorgang immer mit Trennungsschmerzen verbunden, wenn man sich unwiederbringlich von einem Teil seiner Werke trennen muss. <span id="more-1934"></span></p>
<p>Auf der Suche nach Bildern bin ich auch über meinen Blog gehuscht und eine Seite entdeckt, auf der ich recht <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog2/?cat=4&#038;paged=15">viele Bilder ausgestellt</a> habe. Es ist schon lange her und mich berühren die einzelnen Artikel. Vor rund zwei Jahren habe ich dort meine Gedanken und Sichtweisen in die Blog-Welt gesetzt &#8211; noch ziemlich unbeholfen. Damals habe ich nicht ansatzweise glauben wollen, wie viele Menschen sich heute täglich lesend und schauend auf meinem Blog bewegen. Zahlen veröffentliche ich nicht, aber in untertreibender Bescheidenheit kann ich sagen, dass es auf jeden Fall mehr als 1.000 sind.</p>
<p>Wenn man sich von Teilen seines Werkes trennt, geht der Blick in die Zukunft. Was will ich machen? Welche Themen stehen an? Klar, ich will Mary Long finden. Aber das ist Obsession und Dauerthema geworden. Bevorzugt möchte ich an meiner Serie der Hexagrafie weiter arbeiten und meine fotografischen Streifzüge mit der Lochkamera fortsetzen. Kurz gesagt, es <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog2/?page_id=161">stehen viele Dinge</a> an.</p>
<p>Nachdem in Kürze mein Buch „<a href="http://www.spuer-sinn.net/blog4/?p=73">Ansichten einer Forelle</a>“ in die zweite Auflage gehen wird, denke ich über das nächste Buch nach. Ich weiß noch nicht, wie das aufgebaut sein wird und ich habe auch noch keine Ahnung, welchen Inhalt ich da meinen Lesern zumuten werde. Aber sicher wird es sich auch diesmal an der gesitteten Bürgerlichkeit reiben und Spitzen setzen. Gute Traditionen sollte man pflegen und nicht verwerfen.</p>
<p>[<a href="http://www.spuer-sinn.net/blog2/">home</a>]</p>
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		<title>Hier bin ich weg &#8230;.</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 09:41:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Umzug]]></category>

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		<description><![CDATA[Einige Jahre war ich Gast auf der URL von Spürsinn. Es waren schöne, gute und interessante Jahre. Beruflich bin ich mit den Leuten von Spürsinn engverbunden und werde es auch bleiben. Aber wie es nun einmal im Leben so ist, brauchen die Spürsinner den Platz auf ihrer Web-Domain nun für sich selbst. Untermiete  endet in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige Jahre war ich Gast auf der URL von Spürsinn. Es waren schöne, gute und interessante Jahre. Beruflich bin ich mit den Leuten von Spürsinn engverbunden und werde es auch bleiben. Aber wie es nun einmal im Leben so ist, brauchen die Spürsinner den Platz auf ihrer Web-Domain nun für sich selbst. Untermiete  endet in der Regel irgendwann und jetzt ich der richtige  Zeitpunkt zum Umzug gekommen.</p>
<p>Bleibt mir also gewogen, kommt rüber zu meiner neuen Heimatadresse und ich verspreche Euch, auch dort wird es nicht langweilig werden. Vor Kurzem sagte mir jemand am Telefon, mein Blog sei der beste Einblick in ein geiles Fotografenleben &#8230; ich kann Euch sagen, das Leben als Fotograf kann sehr geil sein. Es kommt nur auf die Definition an.</p>
<p>Hier die Shortcuts der aktuellsten Artikel auf www.mktrout.de:</p>
<ul><!--via MagpieRSS with RSSImport--><li><a href="http://www.mktrout.de/?p=4084" title="Wenn Du zum Weibe gehst …">Wenn Du zum Weibe gehst …</a></li><li><a href="http://www.mktrout.de/?p=4069" title="Geschützt: Pikanterie und die sexuelle Handlung">Geschützt: Pikanterie und die sexuelle Handlung</a></li><li><a href="http://www.mktrout.de/?p=4076" title="Bildbearbeitung brav und wild">Bildbearbeitung brav und wild</a></li><li><a href="http://www.mktrout.de/?p=4064" title="Oxyprint verrückt">Oxyprint verrückt</a></li><li><a href="http://www.mktrout.de/?p=4057" title="Frivoles Ausgehen">Frivoles Ausgehen</a></li></ul>
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		<title>Vor über 22 Monaten</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 14:23:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
				<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
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		<category><![CDATA[Konkurrenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Januar 2008 hatte ich die Schnauze gestrichen voll von der Jammerarie um mich herum. Damals wusste ich noch nicht, dass es schlimmer kommen könnte. Im Januar 2009 habe ich zum allgemeinen Jammerstand nichts gesagt. Schweigen ist auch eine Methode. Ob gut oder schlecht, mag jetzt dahingestellt sein. Im Oktober 2009 zeigt mir jetzt ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Januar 2008 hatte ich die Schnauze gestrichen voll von der Jammerarie um mich herum. Damals wusste ich noch nicht, dass es schlimmer kommen könnte. Im Januar 2009 habe ich zum allgemeinen Jammerstand nichts gesagt. Schweigen ist auch eine Methode. Ob gut oder schlecht, mag jetzt dahingestellt sein. Im Oktober 2009 zeigt mir jetzt ein Kommentar, wie aktuell meine 08-Gedanken noch immer sind. In zweiundzwanzig Monaten scheint sich nichts verändert zu haben. Aber es lohnt sich, <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog2/?p=469" target="_blank">diese Gedanken wieder aus den Tiefen des Archivs</a> hervor zu holen. <span id="more-2913"></span></p>
<p>Heute ist es wichtiger denn je, dass wir über die Zukunft nachdenken. Den Glauben an ungebremstes Wachstum haben wir wohl alle schon beerdigen müssen. Märkte, in denen Wachstum ohne Verdrängungswettbewerb stattfinden können, sind zur Mangelware geworden. Und immer dann, wenn ein Nischeneroberer sich daran macht seine Nische zu besetzen, wird die Umsatzgier die bisherigen Platzhirsche zum Zurückdrängungswettbewerb verleiten. Selbst Verbraucher haben daran nur kurzzeitige Freude. Verdrängungswettbewerb funktioniert zumeist über Preismechanismen. Dies ist zunächst ein Nutzen für Verbraucher. Aber wenn ein Preisführer dann gesiegt hat, fehlen die Konkurrenz und somit auch die Preisbegrenzung. Nun beginnt sich das Blatt für die Verbraucher wieder zu wenden … bestimmt nicht zum Besseren.</p>
<p>Meine 08-Gedanken waren vom Miteinander geprägt, von Zusammenarbeit und Empfehlungsmanagement. Vor zweiundzwanzig Monaten bot sich für mich ein düsterer Blick in die Zukunft. Heute sehe ich wesentlich gelassener in die Welt. Ob das an einem Reifeprozess oder an der Verbesserung der Umfeldparameter liegt, mag ich nicht zu sagen. Vielleicht beides. Wenn ich aber jetzt den damaligen Artikel durchlese, klatsche ich mir angesichts meines erst <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog2/?p=2904" target="_blank">jüngst veröffentlichten Ausstellungsartikels</a> an die Stirn. Klar, wenn wir diese Gedanken zusammen führen, dann könnte man eine Basis für das Gemeinsame schaffen. Und Gemeinsamkeit würde dann auch über Interessengrenzen hinweg gehen. Oder sind meinen Gedanken gerade zu verwickelt?</p>
<p>[<a href="http://www.spuer-sinn.net/blog2/">home</a>]</p>
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		<title>Das Amazonas Delta</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 08:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
				<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Amazonas]]></category>
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		<description><![CDATA[ Herbst. Mir ist kalt, sogar arsch-kalt. Der Sommer ging schneller vorbei als gedacht. Irgendwie habe ich ihn in diesem Jahr gar nicht bemerkt. Die Arbeit hat mich aufgefressen und irgendwie scheint es, als wäre wenig davon übrig geblieben. Ich habe Freunde vernachlässig, meine Kommunikation eingeschränkt und fast keine Shootings außerhalb meiner Kunstprojekte gemacht. Na [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog2/wp-content/uploads/2009/10/Reg178_021jweb.jpg"><img src="http://www.spuer-sinn.net/blog2/wp-content/uploads/2009/10/Reg178_021jweb-150x102.jpg" alt="Reg178_021jweb" title="Reg178_021jweb" width="150" height="102" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2910" /></a> Herbst. Mir ist kalt, sogar arsch-kalt. Der Sommer ging schneller vorbei als gedacht. Irgendwie habe ich ihn in diesem Jahr gar nicht bemerkt. Die Arbeit hat mich aufgefressen und irgendwie scheint es, als wäre wenig davon übrig geblieben. Ich habe Freunde vernachlässig, meine Kommunikation eingeschränkt und fast keine Shootings außerhalb meiner Kunstprojekte gemacht. Na prima. Dafür habe ich zu viele Zigaretten geraucht, etliche Rotweinflaschen geleert und tonnenweise Espresso getrunken. Wie sehr hat sich mein Leben in den letzten neun Monaten verändert. Fast fühle ich mich, als wäre ich schwanger.</p>
<p> <span id="more-2908"></span></p>
<p>Irgendwie bin ich tatsächlich schwanger. Innerlich herrscht Aufbruchstimmung. Das heute fühlt sich so an, als wäre es bereits Vergangenheit. Vorbereitung zum Packen von Umzugskisten? So war es schon oft in meinem Leben. Immer wenn eine Lebensphase abgeschlossen war, habe ich auch den Standort gewechselt. Das war keine Flucht, sondern eine Erweiterung der Perspektive. Wundert Euch also nicht, wenn ich plötzlich in das Amazonas-Delta ziehe. Aber da solle es keine funktionierende Internetverbindung geben. Das habe ich jedenfalls gehört.</p>
<p>Kommunikation ist heute wichtiger denn je. Aber nicht die persönliche Auge-in-Auge-Kommunikation und auch nicht das Telefonieren, sondern das E-Mail schreiben, twittern und bloggen ist wichtig geworden. Ich gebe zu, auch ich bin ein Teil dieser Kultur. In den letzten Monaten habe ich jedoch all das vernachlässigt. Ganz bewusst sogar … und ich schäme mich nicht dafür. Auch wenn ich mit guten Freunden und Bekannten in den letzten Monaten nur wenig oder gar nicht kommuniziert habe, sind sie nicht in Vergessenheit geraten. Ganz im Gegenteil! Aber ich habe in den letzten Monate die Konzentration auf mich selbst gebraucht. Dadurch konnte ich mich wieder selbst finden, meine ganz eigene Fotografie wieder kultivieren und auch mit neuen Plänen beginnen.  Eine Vielzahl der Bilder, die in letzter Zeit entstanden sind, habe ich bisher noch nirgendwo gezeigt und werde sie vorerst auch nicht zeigen. Warum auch … schließlich konnte ich in diesem Jahr von meiner sparsam gezeigten Kunst leben und es mir sogar erlauben, für mich selbst zu arbeiten. Und Ihr meine Freunde, werdet irgendwann in den Genuss dieser Konzentrationsphase kommen. Deshalb mögt Ihr mir bitte mein Schweigen verzeihen.</p>
<p>Spannend, in den letzten Monaten habe ich auf einer Menge Blogs stillvergnügt ein wenig links und rechts gelesen, ohne dort etwas zu hinterlassen. Schreibzwang ade, ich wollte nur lesen. Bei <a href="http://illuminate.li/" target="_blank">Boris</a> schaue ich mich gerne um, beim <a href="http://stilpir.at/" target="_blank">stilpiratenden Steffen</a> finde ich Denkanstöße und auf <a href="http://foto-radar.de/" target="_blank">FotoRadar</a> bekomme ich Input, wenn mir der Sinn nach Informationsüberflutung steht und bei meiner lieben <a href="http://wildeorchidee.myblog.de/" target="_blank">Freundin aus dem Orchideenwald</a> genieße ich die Teilnahme an der einen oder anderen Intimität. Mehr brauch ich im Moment nicht. Der Rest findet sich von alleine, wenn ich es brauche und Regelmäßigkeiten gehen im Moment sowieso nicht. So empfinde ich das als sehr angenehm und so kann es bleiben, auch wenn ich ins Amazonas-Delta ziehen sollte. Dann aber nur mit Internet-Verbindung über Satellit. Ohne meine Streifzüge durch das Internet werde ich nicht leben können. Sonst würden mir die neuesten Bilder von <a href="http://www.xoverip.info/" target="_blank">Vernon</a> und <a href="http://tageswerk.net/" target="_blank">Christian</a> entgehen und auch auf die nützlich-unnützlichen Hinweise von <a href="http://thepubliceyeblog.blogspot.com/" target="_blank">Martin</a> müsste ich verzichten. Außerdem könnte ich dann keine Bilder mehr zeigen, bei denen sich die meisten Betrachter fragen, an welcher Stelle die Schärfe liegt. Tja, das sind Freuden, die mir am Amazonas-Delta ohne Internet fehlen würden. Demnach steht also doch kein Umzug an. Aber in Aufbruchstimmung bin ich trotzdem.</p>
<p>[<a href="http://www.spuer-sinn.net/blog2/">home</a>]</p>
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		<title>Fotowettbewerb, Ausstellung und Vollklatsche</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 06:25:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fotowettbewerb, Ausstellung und Magazinveröffentlichung scheint das höchste Ziel ambitionierter Fotografen zu sein. Na gut, die Veröffentlichung eines eigenen Buches fehlt in der Aufzählung. Aber dann ist es komplett. Seit ich eine Kamera in Händen halten kann, kenne ich das. So ist es oder so scheint es zu sein. Manchmal habe ich das Gefühl, mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fotowettbewerb, Ausstellung und Magazinveröffentlichung scheint das höchste Ziel ambitionierter Fotografen zu sein. Na gut, die Veröffentlichung eines eigenen Buches fehlt in der Aufzählung. Aber dann ist es komplett. Seit ich eine Kamera in Händen halten kann, kenne ich das. So ist es oder so scheint es zu sein. Manchmal habe ich das Gefühl, mit dem Internet ist es noch schlimmer geworden. Klar, jeder kann seine Bilder zeigen. Aber umso mehr kommt der Wunsch nach Anerkennung der fotografischen Leistungen in nichtflüchtigen Medien auf. Es genügt nicht mehr, wenn täglich tausend Leute ein Bild anschauen und jeder hundertste eine „oh wie schön“ drunter schreibt. Ganz ehrlich, mir ist das auch zu öde. <span id="more-2904"></span></p>
<p>Bücher habe ich schon veröffentlicht und Ausstellungen verweigere ich seit einigen Jahren erfolgreich. Mehr noch, ich meide die Teilnahme an Ausstellungen mit großer Begeisterung. Da stehen sowieso nur die Prosecco-Trinker Schlange. Klar, wenn es etwas umsonst gibt, kann man überall hingehen. Anders ist es bei Fotowettbewerben. Daran nehme ich nur teil, wenn ich gezwungen werde. Die Themen sind aber auch so was von bescheuert, dass ich mir einfach keinen Reim drauf machen kann. „Unsere Stadt im Wandel“ oder „Zeit und Raum“ sind so hohle Überschriften, dass „Inszenierte Welten“ schon fast innovativ klingen. Wer da etwas Sinnvolles zustande bringen will, muss kerngesund oder frisch operiert sein. Und hat jemand einen Fotowettbewerb gewonnen, darf er auch auf eine Magazinveröffentlichung hoffen. Gewinner auf dieser Strecke sind zumeist die Mainstream-Knipser. Auch wieder klar, weil die Wettbewerbsveranstalter sich bestimmt nicht einen Floh in den Pelz setzen und gegen den Strom schwimmen. Magazine haben grundsätzlich Schiss etwas zu zeigen, was nicht dem Normalbildgugger genehm ist. Und da es haufenweise Fotowettbewerbe gibt, ist die Auswahl an Mainstreambildern gewaltig. Somit wird das dann auch nichts, mit der Veröffentlichungsgarantie für den Mainstreamgewinner.</p>
<p>Frisch gebadet, gekämmt und eingeölt geht das Fotovolk auf Exkursion. Heraus kommen Bilder, die im Prinzip jeder machen kann. Alles sieht frisch gebadet, sauber gekämmt und ordentlich eingeölt aus. Wer sich ernsthaft mit der Fotografie befasst, kommt dabei so sehr ins Kopfschütteln, dass er ein Schleudertrauma erleidet. Es wäre wirklich an der Zeit, mal etwas ganz anderes anzuzetteln. Zum Beispiel eine … und jetzt fehlt mir die Idee. Anders herum. Wie wäre es, wenn man einen … und schon wieder ein Aussetzer. Mist. So geht das nicht. Ich stehe vor meinem Schrank mit den Fotoapparaten und entdecke einige Schmuckstücke für das 4&#215;4-Format. Das wäre doch ein Hammer! Irgendein Event für das 127er Filmformat! Fotowettbewerb? Oh, ist das langweilig! Flashmob, Picmob oder gründen wir einen Verein? Nö, alles viel zu normal. Ich träume vom falschen Format. Der 127er Film ist nahezu unbekannt, also bestimmt das falsche Format. Genial! Wir gründen die Vereinigung des falschen Formats! Oh Mann, ich sollte meine Träume mal in Inspektion geben. Einmal baden, kämmen und frisch ölen. So kann das nicht weiter gehen. Der volle Vollformat-Chip ist Mainstream und ich brebele etwas vom Baby-Rollfilm. Kein Wunder, dass Automatik-Fotografen an mir vorbei ziehen. Die haben das Vollformat und ich habe eine Vollklatsche.</p>
<p>[<a href="http://www.spuer-sinn.net/blog2/">home</a>]</p>
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		<title>Ist es denn die Möglichkeit?</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 08:25:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rollei ATP]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern gab es bei meinem Teilzeitbrötchengeber einen Bericht über den Rollei ATP. Nun ja, ich habe ja schon so einige Sachen über diesen Film geschrieben. Zu behaupten, es sei mein Lieblingsfilm, ist etwas zu hoch gegriffen. Aber das „Ding“ ist einfach gut. Wenn man Zeit und Muse hat, ist der Film sogar sehr gut. Mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern gab es bei meinem Teilzeitbrötchengeber einen <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog1/?p=1600" target="_blank">Bericht über den Rollei ATP</a>. Nun ja, ich habe ja schon so einige Sachen über diesen Film geschrieben. Zu behaupten, es sei mein Lieblingsfilm, ist etwas zu hoch gegriffen. Aber das „Ding“ ist einfach gut. Wenn man Zeit und Muse hat, ist der Film sogar sehr gut. Mein Name ist Ungeduld und meine Bilder haben ganz klar den Anspruch auf Vermarktung. Gerade hier leistet der ATP gewaltig gute Dienste … wenn man hoch auflösende Bilder braucht. In der Menschenfotografie kommt das ja weniger in Betracht, aber es geht. Deshalb wundert mich, dass mir heute einige E-Mails weitergeleitet wurden, bei denen es genau um die Frage des ATP und Menschenfotografie geht. <span id="more-2895"></span></p>
<p>ISO 40 und Menschenfotografie? Geht das? Mal ganz ehrlich … es geht sehr gut. Und das sogar, wenn man keine Säulenheilige fotografiert. Ich verrate jetzt ein Geheimnis: Auch sehr unheilige Bilder kommen mit diesem Film richtig gut. Aus meiner Sicht wird der ISO-Hype vollkommen überbewertet. Gelegentlich stören mich sogar hohe ISO-Werte, weil ich dann nicht mehr die Blende so weit aufreißen kann, wie ich es gerne möchte. Na gut, ich betrachte Blende 22 sowieso als eine mittlere Krankheit. Wenn ich gnadenlose Tiefenschärfe haben will, dann nehme ich die Großformat-Kamera. Da habe ich sogar Blende 45 als gut nutzbares Gestaltungsmittel. Wenn schon, dann schon.</p>
<p><a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog2/wp-content/uploads/2009/10/Reg108_036web.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2896" title="Reg108_036web" src="http://www.spuer-sinn.net/blog2/wp-content/uploads/2009/10/Reg108_036web-150x102.jpg" alt="Reg108_036web" width="150" height="102" /></a> Zurück zum ATP. Ich finde es ja ziemlich unspannend, wenn alles ganz glatt und seidig auf Bildern erscheint. Trotzdem scheint das vielen Bildbetrachtern zu gefallen. Ich habe mit einem Bild, das ich mit dem ATP gemacht habe, tatsächlichen einen Fotopreis abgestaubt. Das freut den Fotografen, weil Ehre und Ruhm auf in niederprasseln. Gleichzeitig glauben dann viele Leute, dass dieser hochgeschätzte Künstler nicht mehr für Normalsterbliche ansprechbar ist. Pah, wenn die wüssten …</p>
<p>Wir waren beim Thema Standbilder und ISO 40. Wer heute auf hohe ISO-Zahlen setzt, sobald sich auch nur eine leichte Bewegung zeigt, der sollte mal überlegen, wie die Fotografen vor 50 Jahren gearbeitet haben. Die wären in einen Freudentaumel verfallen, wenn sie einen ISO100-Film gehabt hätten. Und trotzdem haben sie ohne Blitz und großes Getöse Bilder gemacht, bei denen sich Menschen bewegt haben. Also raus aus dem Gejammer und hinein ins pralle Fotoleben.</p>
<p>Bei ISO 40 bewegt sich in normalen Räumen und ohne Zusatzbeleuchtung die Blende zwischen 4 und 2,8. Das reicht aus, wenn man sich auf seine Bildausschnitte konzentriert. Als Verschlusszeit liegt dann das Gros bei 1/30 sec, was auch ausreichend ist. Und nun kommt ein ganz großer Gag … man bekommt die Chance, leichte Bewegungsunschärfen einzufangen. Somit wirkt ein Bild nicht mehr statisch, sondern bekommt Lebensnähe. Zwar ist das nicht jedermanns Geschmack, aber ich finde das wunderbar. Oder ist vielleicht das Lebensnahe in der Fotografie aus der Mode gekommen? Ich weiß nicht so genau, aber irgendetwas muss doch dran sein, dass so viele Menschen wieder zurück zum analogen Langsamfotografieren kommen. Hier mein Beweis, dass langsame Fotografie den Herzschlag ganz schön beschleunigen kann.</p>
<p><a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog2/wp-content/uploads/2009/10/Reg104_006web.jpg"><img src="http://www.spuer-sinn.net/blog2/wp-content/uploads/2009/10/Reg104_006web-102x150.jpg" alt="Reg104_006web" title="Reg104_006web" width="102" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2897" /></a>   <a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog2/wp-content/uploads/2009/10/Reg104_026web.jpg"><img src="http://www.spuer-sinn.net/blog2/wp-content/uploads/2009/10/Reg104_026web-102x150.jpg" alt="Reg104_026web" title="Reg104_026web" width="102" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2898" /></a><br />
<a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog2/wp-content/uploads/2009/10/Reg104_027web.jpg"><img src="http://www.spuer-sinn.net/blog2/wp-content/uploads/2009/10/Reg104_027web-102x150.jpg" alt="Reg104_027web" title="Reg104_027web" width="102" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2899" /></a>   <a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog2/wp-content/uploads/2009/10/Reg104_030web.jpg"><img src="http://www.spuer-sinn.net/blog2/wp-content/uploads/2009/10/Reg104_030web-102x150.jpg" alt="Reg104_030web" title="Reg104_030web" width="102" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2900" /></a></p>
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		<title>Mobbing geht mich nichts an?</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 20:06:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
				<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>

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		<description><![CDATA[Früher, in der Schule, war es das Hänseln, aus Aufziehen, das Triezen an der Tagesordnung. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Auch ich wurde gehänselt, aufgezogen, getriezt … bis ich bemerkte, dass ich zurückschlagen kann. In die Ecke getrieben und dann mit Wut im Bauch zur Wehr setzen, ist die eine Methode. Die beste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Früher, in der Schule, war es das Hänseln, aus Aufziehen, das Triezen an der Tagesordnung. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Auch ich wurde gehänselt, aufgezogen, getriezt … bis ich bemerkte, dass ich zurückschlagen kann. In die Ecke getrieben und dann mit Wut im Bauch zur Wehr setzen, ist die eine Methode. Die beste Methode? Ich will nicht Richter sein und auch keine Lebensbeichte ablegen. Aber über eines müssen wir uns im Klaren sein, Mobbing hat heute ungeahnte Dimensionen angenommen. Alleine schon die die Offenheit und Vielzahl der Kommunikationskanäle macht ein Mehr, Härter und Intensiver möglich. Aber das scheint nicht viele Menschen zu kümmern – und die, die sich kümmern, stehen vor dem Aus. <span id="more-2893"></span></p>
<p>Tilla hat das heiße Eisen aufgegriffen. Ist es wirklich ein so heißes Eisen? Nein, nur für die, die immer gerne die Augen vor der Realität verschließen, mag es zu heiß sein. Tilla hat mit <a href="http://www.spuer-sinn.net/blog3/auffe-fresse-ey/" target="_blank">Ihrem Beitrag „Auffe Fresse, ey?“</a> alle Blogger, Twitterer und Facebooker aufgerufen, der in Not geratenen Internet-Seite <a href="http://mobbing.seitenstark.de/index.asp" target="_blank">“Mobbing &#8211; Schluss damit</a>” des Vereins <a href="http://www.seitenstark.de/" target="_blank">Seitenstark e.V.</a> beizustehen. Spenden sind willkommen! Aber mehr noch, erscheint mir das Bekanntmachen der Anlaufstelle für Hilfesuchende ein richtiger und wichtiger Beitrag zu sein, um der physischen und psychischen Gewalt in unserem Alltag Einhalt zu gebieten. Prävention durch Aufklärung ist die eine Sache … Bekämpfung durch Opferhilfe die vielleicht bessere. Egal wie man es dreht und wendet, Mobbing ist feige und menschenverachtend. Es trifft immer die vermeintlich Schwachen. „Der Klügere gibt nach“, ist eine gern angewendete Weisheit. Schlimm wird es, wenn der Klügere so sehr nachgibt, dass er innerlich zerstört wird.</p>
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		<title>Ein geiles Fotografenleben (Teil 88)</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 07:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[geiles Fotografenleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Es regnet. Ich greife in den Schrank, um nach der Tasse zu angeln, die mich und meinen Tee den ganzen Tag begleiten soll. Irgendwann einmal habe ich eine ganze Reihe nummerierter Tassen erstanden. Heute greife ich nach der Nummer 6. Also wird mich 6 den ganzen Tag begleiten. Was erwartet man auch anderes von einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es regnet. Ich greife in den Schrank, um nach der Tasse zu angeln, die mich und meinen Tee den ganzen Tag begleiten soll. Irgendwann einmal habe ich eine ganze Reihe nummerierter Tassen erstanden. Heute greife ich nach der Nummer 6. Also wird mich 6 den ganzen Tag begleiten. Was erwartet man auch anderes von einem Fotografen, der in der Hauptsache Bilder von nackten Menschen zeigt? <span id="more-2888"></span></p>
<p>Schlagzeile in der frühmorgendlichen Newsschau: Norwegen ist ein Paradies – in Deutschland lässt die Lebensqualität zu wünschen übrig. Wenn Inhalt fehlt, muss es eben die Überschrift machen. Dem zweiten Teil der Überschrift könnte ich zwar halbwegs zustimmen, habe aber keine Lust in Schwarzmalerei zu versinken. Inhalt der Nachricht ist übrigens ein Länder-Ranking. Norwegen 1, Deutschland ganz unten. Seit einem Tag verhandeln die Bundestagswahlgewinner über die nächsten 4 Jahre und meine Tasse trägt die Nummer 6. Ich wüsste zu gerne, ob die jeweils 9 Vertreter aus CDU, CSU und FDP auch gekennzeichnete Tassen haben. Das könnte witzig sein. 9/4-1-1 für Merkel, 9/4-3-1 für Westerwelle. Für Zahlenmystik ist es heute wohl noch zu früh.</p>
<p><a rel="lightbox" href="http://www.spuer-sinn.net/blog2/wp-content/uploads/2009/10/Reg101_001jweb.jpg"><img src="http://www.spuer-sinn.net/blog2/wp-content/uploads/2009/10/Reg101_001jweb-150x102.jpg" alt="Reg101_001jweb" title="Reg101_001jweb" width="150" height="102" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2889" /></a> Ich greife nach dem ersten Espresso des Tages. Meine Tasse ist mit einem Espresso-Dekor überzogen. Irgendwie scheint heute alles bezeichnet zu sein … wirklich sehr bezeichnend. Ich habe keine Ahnung, ob meine Unterhose auch eine entsprechende Markierung hat, mag jetzt aber auch nicht nachsehen. Jetzt muss ich ein Bild für eine Werbekampagne heraussuchen. Ich finde es, nach einem kurzen Suchvorgang in der Datenbank, im Archiv „Reg178“. Ordnung ist das halbe Leben. Was wären wir ohne exakte Beschriftung und Bezeichnung? Irgendwie bin ich der geborene Chaot. Wo ist denn nun die Telefonnummer von dem Modell, mit dem ich nächste Woche ein Shooting machen möchte? Ich sollte auch hier ein Ordnungssystem einführen. Sortiert nach Postleitzahlen?</p>
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		<title>20 Jahre Mauerfall</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 19:10:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
				<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wischt die moralinen Tränen weg und schaut diesen Film auf Arte+7 an. Lebensgefühle und Erinnerungen aus der damals intakt-desolaten DDR. Das gefällt mir. Wieso gibt es eigentlich kein retrospektives Westbild in dieser Art? Es wäre wirklich an der Zeit, nach dem Motto &#8220;Unsere Leichen leben noch&#8221; nicht nur verklärte Erzählungen in weinseliger Runde abzuschlagen, sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wischt die moralinen Tränen weg und schaut <a href="http://plus7.arte.tv/de/1697660,CmC=2869574,scheduleId=2842452.html" target="_blank">diesen Film auf Arte+7</a> an. Lebensgefühle und Erinnerungen aus der damals intakt-desolaten DDR. Das gefällt mir. Wieso gibt es eigentlich kein retrospektives Westbild in dieser Art? Es wäre wirklich an der Zeit, nach dem Motto &#8220;Unsere Leichen leben noch&#8221; nicht nur verklärte Erzählungen in weinseliger Runde abzuschlagen, sondern noch einmal eine echte Party zu feiern. Ich habe das Gefühl, die heute 50jährigen Westler nehmen sich alle viel zu ernst, um auf diesen Gedanken einzugehen.</p>
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		<title>John Wayne hat Urlaub</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 08:14:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael K. Trout</dc:creator>
				<category><![CDATA[spitze Zunge]]></category>
		<category><![CDATA[Espresso]]></category>
		<category><![CDATA[Fernseh]]></category>
		<category><![CDATA[Grillen]]></category>
		<category><![CDATA[John Wayne]]></category>
		<category><![CDATA[nonkonform]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Zigarette]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. An manchen Tagen ist dies ein Lieblingszitat von mir. Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. John Wayne, Kettenraucher, Film-Cowboy und rechtslastiger Denker hat dieses Filmzitat in meinen Kopf gehämmert. Es ist eben so, dass der Mann … nun ja, das hatten wir schon. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. An manchen Tagen ist dies ein Lieblingszitat von mir. Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. John Wayne, Kettenraucher, Film-Cowboy und rechtslastiger Denker hat dieses Filmzitat in meinen Kopf gehämmert. Es ist eben so, dass der Mann … nun ja, das hatten wir schon. Filmhelden sind unsterblich. Deshalb macht John Wayne auch nur Urlaub, weil er im Moment nicht mehr so häufig über den Bildschirm flimmert. Oder tritt er doch häufiger auf, als ich es bemerken kann? Ich weiß nicht, weil ich seit rund 5 Jahren keinen Fernseher mehr habe. Ein Mann muss eben tun, was ein Mann tun muss. Ich verweigere das Fernsehprogramm. <span id="more-2876"></span></p>
<p>Übrigens glaubt mir die Gebühreneinzugszentrale das nicht und will von mir jetzt die Gebühren für einen nicht genutzten Dienst per Gerichtsvollzieher einziehen. John Wayne würde sich mit einer Menge Schießpulver dagegen wehren. Ganz Mann eben. Mein Anwalt sagt mir, dass ich das bitte nicht tun soll, was ein Mann tun muss. Gesellschaftskonformes Auftreten wäre, so mein Anwalt, anzuraten. Anwälte raten an und ein Mann muss tun, was er gesellschaftskonform tun muss … also nicht das, was ein Mann, sondern … ja was nun? Wenn ich jetzt Manngesellschaft schreibe, dann habe ich es mit den Frauenbeauftragten zu tun und wäre nicht mehr gesellschaftskonform. Ein Mensch muss tun, was ein Mensch tun muss. Fernsehschauen und sich nicht wehren? Ich fasse es nicht.</p>
<p>Du und ich, wir sind Gesellschaft. Übrigens grille ich nicht gerne. Statistiken besagen, dass Grillen zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Gesellschaft gehört, wie auch das Fernsehschauen. Wenn ich jetzt die GEZ-Gebühren bezahle, ohne das Fernsehangebote zu nutzen, muss ich dann auch Grillen? Gesellschaftskonform wäre das schon. Gerade bemerke ich, dass ich einen Espresso-Fleck auf meiner Nonkonformistenuniform habe. Ich habe gelesen, dass Espresso zu einem der beliebtesten Heißgetränke geworden ist. Auf diesen Schreck muss ich gerade einmal eine Zigarette rauchen. Nonkonform, weil Raucher mittlerweile zur verfolgten Minderheit gehören. John Wayne war Kettenraucher. Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. Aber als der ewig reitende und schießende Held noch rauchte, war die Zigarette noch sehr gesellschaftskonform. Dann werde ich wohl meine Gebühren bezahlen, einen Fernseher anschaffen und nach dem Einschalten sofort den Raum verlassen, einen Grill aufbauen und im fensterlosen Keller eine Zigarette entzünden. Das Mannsein gebe ich auch auf. Was soll’s, ich muss eben tun, was ich tun muss. Sehr kompliziert? Das Leben ist eben sehr kompliziert. Oder ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss.</p>
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