Artikel mit ‘Ethik’ getagged

Die Verherrlichung des Menschen

Donnerstag, 24. September 2009

Reg170_003jweb Das Thema der Verherrlichung des Menschen ist in unserem Kulturkreis leider vorbelastet. War es doch die Untermauerung des nationalsozialistischen Machtanspruchs, der sich unter Anderem der Fotografie bediente. Bilder von Leni Riefenstahl wurden zur Verherrlichung und später zur Anklage eines Regimes, das sich mit dem Sehnen des Volkes zur Weltherrschaft auf jede nur erdenkliche Weise ins rechte Licht rücken wollte. Es mag perfide klingen, wenn wir heute der Fotografie dieser Zeit huldigen und gleichzeitig den Gedanken dahinter auf das Schärfste ablehnen. Aber ich denke, wir müssen auch bereit sein, das Eine vom Anderen zu trennen. Zudem muss heute jeder erkennen, dass die Verherrlichung des Menschen keine Erscheinung darstellt, die sich ausschließlich auf nationalsozialistisches Denken bezieht. (weiterlesen…)

Von Ethik, Meinungsäußerung und Web 2.0

Montag, 02. März 2009

Ein Vorgang vom letzten Sonntag macht mich nachdenklich. Ausgelöst durch eine Diskussion, die im Grunde so überflüssig wie ein Kropf ist, wurde mir wieder einmal klar wie groß und gleichzeitig sensibel das Medium Web 2.0 und dessen Verbreitungsgeschwindigkeit in der Veröffentlichungslandschaft ist. Aus diesem Grund möchte ich hier einige meiner Erkenntnisse hieraus bekannt geben und zur öffentlichen Diskussion aufrufen. (weiterlesen…)

Von Glaubensriten, Glücksrittern und Despektierlichkeiten

Sonntag, 01. März 2009

Bis jetzt war es ein schöner Sonntag. Aber dann habe ich mich tatsächlich aus der PC-Abstinenz herausreißen lassen und bin über eine seltsame Diskussion bei Tilla gestolpert. Analog versus Digital – wie ich im ersten Moment vermutete – wird da von einem Hochzeitsfotografen auf seinem eigenen Blog geführt. Zunächst konnte ich das alles nicht nachvollziehen, bis ich dann den gesamten Kontext inhaliert habe.
Das diskussionsauslösende Zitat war: „Punkt 18. Mittlerweile sind digitale Hochzeitsfotos qualitativ immer besser als Bilder auf Filmmaterial (Negativ). Deshalb ist das Qualitätsmerkmal „Hochzeitsfotografie auf Film“ mit Vorsicht zu bewerten.“ Um was geht es denn hier? (weiterlesen…)

Gedanken zur Ethik in der Aktfotografie

Sonntag, 25. Januar 2009

Die kleine Fotoschule – Fotografen wollen und müssen mit ihren Bildern das Auge des Betrachters lenken. Ob dies gelingt, ist die entscheidende Frage, ob ein Bild gut oder schlecht ist. Wer eine Kamera in Händen hält, steht immer in Zugzwang, mit seinen Bildern zu schmeicheln. Sei es, um dem Fotografierten einen Gefallen zu tun, oder den Betrachtern ein schönes Bild zu liefern. Jetzt kommen wir an eine sehr schwierige Stelle der Fotografie, da alles subjektiv ist und selbst die Realität nur scheinbar objektiv wahrgenommen wird. (weiterlesen…)

Hans und Franz, Umfragen und Tabubrüche

Sonntag, 14. Dezember 2008

Jeder fühlt sich berufen Umfragen zu machen. Über den gewogenen Querschnitt der Bürgerschaft fragen Umfrager so lange herum, bis sie wissen, was sie wissen wollen oder glauben, was ihnen von Hans und Franz gesagt wird, oder erfahren was sie hören wollen. Jetzt wollte ich auch etwas wissen – inmitten einer Fußgängerzone ging meine Frage an das breite Publikum. „Würden Sie sich für eine Gleitgel-Werbung beim Geschlechtsverkehr fotografieren lassen?“ (weiterlesen…)

Stilvoll, stillos, unter der Gürtellinie

Samstag, 06. September 2008

Die Segnung der digitalen Fotografie ist, dass der Auslöseprozess keine Kosten verursacht. Dies scheint eine Menge Menschen zu beflügeln. Sie werden förmlich hemmungslos. Es wird herumgeballert, was das Zeug hält.

Ich bin Mitglied in einer Fotogruppe, bei der es um die Förderung der stilvollen Pornart-Fotografie gehen sollte. Bewusst schreibe ich in der Vergangenheitsform, weil es schon lange nicht mehr um Stilvolles geht, sondern nur noch um Nahaufnahmen des weiblichen Genitalbereichs und männliche Erektions- und Ejakulatszustände. (weiterlesen…)