Archiv für die Kategorie ‘Hach’

Boxenluder

Donnerstag, 20. August 2009

Sie schaute mich an, zwinkerte mir zu und ich konnte ihr nicht widerstehen. Sie durfte mit. Im Auto hatte sie den Platz auf meinem Schoß, sie wurde begutachtet, gestreichelt und schmiegte sich in meine Hände, einen Platz in meinem Herzen hatte sie in Windeseile erobert.

So gut sah sie eigentlich nicht mehr aus. Ein bisschen blind, ein bisschen rostig, staubig und abgegriffen. Nichts, was man nicht mit ein bisschen liebevoller Pflege und ein paar geheimen Mittelchen wieder hinbekommen könnte. Nach der Behandlung durch die kundigen Hände des Lieblingsmenschen erstrahlte sie in neuem Glanz. Sogar ihre Typbezeichnung, zart in das  schwarze Leder geprägt, ist wieder sichtbar geworden.

Der volle Name meines neuesten Mädchens lautet:

Zeiss Ikon Box-Tengor (I) 54/2

Das alte Mädchen hat mich ganz schön schwitzen lassen, denn eine Box, an der man etwas einstellen kann, hatte ich noch nie.

Gebaut in den 30er Jahren verfügt sie über die Möglichkeit, 3 verschiedene Entfernungen (1-2m, 2-8m, 8 bis unendlich) und drei Blenden (f11, f16, f22) einzustellen! Also wieder ein Schätzchen, mit dem man üben kann, Entfernungen abzuschätzen.

Also habe ich die alte Dame mit einem Universal 200 geladen und bin letzte Woche früh am Morgen mit ihr losgezogen. Einen Belichtungsmesser habe ich verweigert - wo kommen wir denn da hin, Boxfotografie und Belichtungsmessung? Entweder das Licht reicht oder das Licht reicht nicht. Zumindest war ich es so von meinen anderen Boxkameras gewohnt.

Vom Ausflug zurück wurde der Film gleich gebadet. Historische Kamera, kreativer Ausflug - also war der neue Spürsinn-Entwickler “Spürsinn HCD” die erste Wahl.

Und was kommt dabei heraus, wenn man mit einer noch unbekannten, über 70 Jahre alten Box mit Einstellungsmöglichkeiten loszieht und den belichteten Universal 200 in Spürsinn HCD im Verhältnis 15+1 bei 22 Grad Celsius und 12 Minuten Standentwicklung badet?

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Alle Bilder werden größer, wenn man sie anklickt :)

Hier findet man übrigens das Datenblatt zu dem Entwickler - die Leute von Spürsinn sind sehr an Euren Erfahrungen interessiert!


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Faszination Lochkamera

Sonntag, 08. März 2009

Fotografie kann so einfach sein und dabei so wunderschön!

Gestern gefunden.
Begeistert gewesen.

Das möchte ich Euch nicht vorenthalten.

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Diese Ente ist einfach unschlagbar!

Samstag, 21. Februar 2009

Ich liebe die Strips von Aaron Johnson!

Unter anderem diese hier - ich bin gespannt, wann sich der Klingelton für Kameras durchsetzt!

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What the duck! © 2009 Aaron Johnson

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What the duck! © 2009 Aaron Johnson

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What the duck! © 2009 Aaron Johnson

Und wer mir etwas Gutes tun will, der schenkt mir dieses T-Shirt! ;)

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Kunst-TV im Internet

Dienstag, 10. Februar 2009

Ein Tipp von stARTconference09 (Dankeschön)

Ich hab mal mit dem Video über Bettina Rheims angefangen.
Kurz, knapp, informativ und es regt den Kopf zum Selberdenken an!

Mal schaun, wie ich den weiteren Abend verbringe - mit einem Einblick in das Galeriewochenende in Berlin? Oder schau ich mir ein Filmchen über bildschöne Bücher an?

Wo seid Ihr hängengeblieben? ;)

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Zwischenruf #6 Jugendliches

Freitag, 09. Januar 2009

Als ich in 14 seinem Alter war, haben mich weder das Weltgeschehen noch die Politik interessiert. Es sei denn, es passierte etwas, bei dem ich in Opposition gehen konnte um heftig und polemisch mit meinem Vater zu streiten. ;)
Tillasohn weiß wohl nicht, dass ich ihn in meinem Feedreader habe… und ich bin erstaunt, sprachlos und auch ein wenig ganz schön stolz über seine Gedanken. Allerdings werden wir uns wohl nie so vehement streiten können wie ich damals mit meinem Vater. ;)


“Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt.
Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.” (Aristotoles)


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Nein, diese Nase!

Sonntag, 16. November 2008

“Du wegen der Fotos, kann ich die erst sehen? Ich mein, Du warst schon recht nah dran und wenn man da dann so die Poren sieht und meine Nase, meine Nase, die kann ja so nun auch nicht bleiben, nä?”
Der Mann, der mit diesem Ansinnen auf mich zu kam, war einer der Stars der fantastischen Veranstaltung, die ich gestern Abend besucht habe. Ein charmantes Nordlicht, durchaus. Mir tat es ja auch gut, mal wieder den Dialekt der Heimat klingen zu hören. Aber seine Nase bleibt so. Er hat schließlich keine Penisnase. Oder gar Hodenohren. Eigentlich sollte er froh sein, überhaupt eine Nase sein eigen zu nennen, schließlich gibt es ja auch Lebewesen ohne Nase.

Das dies so ist, weiß ganz genau ein weiterer Star des Abends. Eben dieser weiß auch, wie man James Last auf den Weg zur Glückseligkeit bringt und dass man Frauen nicht vor dem Traualtar schlägt. Weise Worte von einem, der bereits in früher Jugend lernte, sich mit Hilfe des Kamasutras selbst zu verteidigen.

Böse Zwitscherstimmen behaupteten im Vorfeld der Veranstaltung, dass der dritte im Bunde nicht zu ebendieser käme, weil Ginsheim nicht ausreichend fliegende Ratten zur Darstellung seiner Kunst böte. Weit gefehlt - er war da. Trotz  Ausweisung aus Klein-Mettner. Trotz  ZDF und Herrn und Frau Schwattmann. Trotz misslungenem Ausflug in die Gefilde blutrünstiger Psychopathen. Er war da und meisterte bravourös die ihm auferlegte Aufgabe. Ich bin sicher, bliebe er noch ein wenig in dem beschaulichen Städtchen, das man auch die Perle der Toskana zu nennen pflegt, dann würde es bald keinerlei Probleme mehr mit fliegendem Unrat geben. Egal ob aus Federwerk oder Blech.

Die Krönung des Abends war jedoch der überraschende Auftritt der “Trois Roberts” - diese Brillianten der musikalischen Unterhaltungskunst überstrahlten gar den sanften Glanz der Perle der Toskana. Die weibliche Bevölkerung strömte aus den Gassen herbei, in Negligé und Kittelschürze, in Puschen und Pömps, euphorisch kreischend oder vor Glück leise schluchzend belagerten sie die Protagonisten, die sich diesem gewaltigen Freudentaumel erst nach etlichen Zugaben und im Schutz beeindruckender Leibwächter mit dem Hubschrauber entziehen konnten.

Durch diesen bezaubernden Abend führte die von uns allen hoch verehrte FrauvonWelt, die eigentlich gar nichts hätte sagen müssen. Ihre anmutige Präsenz verleitet in jeder Ausprägung und Lebenslage die Herren zu Avancen und würden ihr, wäre sie nicht FrauvonWelt, ein himmlisch rosarotes Paradies auf Erden bescheren.

Zurück zur Nase. Wer “Mr. Susanna 1993″ wurde, der hat genau die richtige Nase. Da wird nichts verändert. Basta.

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Vorfreude

Samstag, 15. November 2008

Eigentlich hätte ich heute Abend ja nicht gekonnt.

Die Vorsehung jedoch, dieses kleine Luder, hat es wieder herzerfrischend charmant geschafft, mir den heutigen Abend frei zu schaufeln und genau deswegen werde ich mich auf die Reise durch die kalte und ungemütliche Novembernacht nach Ginsheim, der strahlenden Perle der Toscana, dem Kleinod im wilden Grenzland zwischen Hessen und den rheinland-pfälzischen Raubritterburgen, begeben!
Was lädt man nicht alles an Strapazen und Unbilden auf seine zarten Schultern, um ihnen zu begegnen, den tapferen Mitstreitern um die Erhaltung wohlgefälliger Sprache und gut gekelterter Tropfen.

Ich freue mich auf die beste aller, die zauberhafte FrauvonWelt,

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den ausgesprochen liebreizenden Herrn Schoss,

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den nordisch frischen McWinkel, den unglaublichen der.grob und den weltgewandtesten aller Kammerjäger, Herrn Taubenvergrämer!

Die Sparschweine wurden ohne Rücksicht auf Verluste niedergemetzelt und ihrer Kostbarkeiten beraubt, denn ich will einen der limitierten und zudem noch handsignierten Folianten käuflich erwerben, die noch dort (und auch dort) in ihren Kartons schlummern.

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Ein Abend in der Schweiz

Samstag, 01. November 2008

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Und das mir keiner sagt, ich wär blau gewesen. Das eine Schnapsglas ist trotz 1/8 aus der Hand scharf!

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Neid macht erfinderisch

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Heute kam Post. Ein geheimnisvolles Päckchen aus dem hohen Norden.
Darin liebevoll eingepackt: eine Kamera. Aber nicht etwa irgendeine Kamera sondern eine ganz besondere Kamera. Ein Unikat sozusagen! Eine Original-Bernie-Leihkamera, die ich jetzt ausprobieren darf!

Der Lieblingsmensch erbleichte angesichts des Schmuckstücks gleich aus zwei Gründen. Zuerst, weil die Original-Bernie-Leihkamera ein Spezial-Umbau des Kameramodells ist, das ihm eines der liebsten ist.
Zum anderen, weil es ihn sofort und ohne Umwege in den Fingern juckte, dieses Spezialgerät auszuprobieren. Dieser Wunsch stand klar lesbar in seinem Gesicht und ich sah mich gezwungen, den absehbaren Handlungen sofort und ohne Verzögerung einen Riegel vorzulegen.

“Die Kamera probiere ich aus. Finger weg!”

Lang hat er nicht geschmollt. Er verschwand auf dem Dachboden und tauchte nach wenigen Minuten, bewaffnet mit Schraubenziehern und dem letzten Flohmarktschnäppchen wieder auf.
Still schraubte er hier, putzte da und bohrte dort. Vor 10 Minuten dann kam der befriedigte Ausspruch: “Ich hab jetzt die Variante de Luxe! Mit Gelbfilter und Blitzanschluss!”

Die Ergebnisse beider Kameras sind sicherlich demnächst hier und dort zu bewundern!

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Am Samstag, denn 11. Oktober…

Donnerstag, 16. Oktober 2008

… ist wieder ein großer Fotograf gestorben.

William Claxton.

Am 12. Oktober wäre er 81 Jahre alt geworden.
Geboren 1927 in Kalifornien (Pasadena) hatte er in den 50er Jahren mit der Fotografie begonnen. Seine Leidenschaft galt vor allem dem Portrait von Jazz-Musikern - man sagt er machte “Jazz für die Augen”. Denjenigen, die nicht auf Jazz stehen, und zu denen gehöre ich auch, dürfte das “Ach der” über die Lippen rutschen, wenn sie die Aufnahme von Steve McQueen in seinem Jaguar XKSS auf dem Mulholland Drive (1962) sehen.

Wenn ich mir überlege, wie oft der einfältige Betrachter heute bei solchen Aufnahmen sagt “das ist ja unscharf” kommt mir ein klein wenig die Galle hoch…. ;)

Wer mehr über William Claxton wissen will, der schaut hier, hier und vor allem hier (tolle Bilder)

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