Ich habe durch den Sucher geschaut, den Bildausschnitt gewählt, mich für die Blende entschieden und fokussiert
Ich habe ausgelöst
Ich habe den fertigen Film in Spürsinn HCD gebadet und mir natürlich die Entwicklungszeiten überlegt
Ich habe ihn nach dem Trocknen gescannt
Ich habe Gimp aufgerufen und ein paar Fussel weg gestempelt
Ich habe mein Bildbearbeitungsprogramm überredet, die ganze Datei zu verkleinern und als JPG zu speichern.
Und?
Übrigens mache ich selten mehr. Nicht, weil ich es nicht kann, sondern weil ich zu faul bin. Hier ein bisschen am Tonwert gedreht, dort mal in die Gradation geschaut und gut ist es. Unterschiedliche Interpretationen eines Bildes interessieren mich nicht, ich gehöre zu denen, die wissen, welches Material und welches Werkzeug annähernd das Bild entstehen lassen, das ich im Kopf habe. Deswegen weiß ich, wie mein Bild aussehen soll, mache es so und muss keine zig Variationen davon stundenlang mit der Maus traktieren.
Aber das ist meine Art zu arbeiten.
Nicht nur, weil hier schon lang nichts mehr passiert ist, sondern weil Bloggen den eigenen Gedankenfluss sortiert, anregt und von Ballast befreit. Ist dies geschehen, hat man den Kopf wieder frei um ihn mit Ideen, Weltanschauungen und Bildern zu füllen.
Hier gibt es zurzeit keine Bilder zu sehen und das hat unterschiedliche Gründe. Aber es gibt jede Menge Bücher voller Bilder von fantastischen Fotografen. Ihr erinnert Euch? Bücher, das sind diese Dinger aus Papier, die man ohne DSL ins Bett mitnehmen und lesen kann. Neben meinem Bett liegt zurzeit mal wieder der Bildband von Diane Arbus “Magazine Work”. Hervorragend zu diesem “Bilderbuch” passen würde der Bildband mit Bildern von Walker Evans “Decade by Decade” erschienen beim Hatje-Cantz Verlag.
Vorgestellt hat ihn letzte Woche Michael Kirchner auf seinem Blog Fotografr.de - dort kann man auch ein Exemplar des Buches gewinnen, wenn man, wie ich jetzt einen Blogbeitrag dazu schreibt.
Dann schau ich doch mal, ob mir die Glücksfee hold ist oder ob ich mein Sparschwein schlachten muss, um diesen Bildband neben mein Bett legen zu dürfen.
In der aktuellen Wirtschaftskrise wurden Gold und Silber zu den stabilsten Gütern.
Analog arbeitende Schwarz-Weiß-Fotografen sitzen direkt an der Quelle zum Reichtum.
Die Schwarz-Weiß-Entwicklung ist auch als “Entwicklung nach dem Silberhalogenidverfahren” bekannt. Da steckt er schon drin - der Schlüssel zum Reichtum: Silber!
Wie kommt nun der arme, fotografische Künstler an die Silberbarren?
Wir wissen, dass in einem Schwarz-Weiß-Film Silber in Form von Silberhalogeniden steckt. Ohne diese wäre es schlicht ein Weiß-Film, denn das Silber ist für die schwarzen Stellen auf dem Negativ hauptsächlich verantwortlich zu machen. Bei der Entwicklung werden die Silberkristalle in der Emulsion aufgebrochen. Wer es ganz genau wissen will, der schaut bei Franz-Manfred Schüngel.
Haben wir unseren Film fixiert, so bleiben Silberpartikel in der Fixierbrühe zurück. Dieses Wissen sollte jedem Fotografen Herzschmerz bereiten, entsorgt er doch mit dem gebrauchten Fixierer den Grundstein seines Reichtums. Doch es gibt Abhilfe, denn dieses Silber lässt sich zurückgewinnen!
Man nehme:
10 Liter stark verbrauchte Fixierbadlösung und erwärme diese auf 60 Grad Celsius. Dann werden 85g Natriumcarbonat wasserfrei (calcinierte Soda oder auch E 500) und 85g Natriumhydrosulfit eingerührt. Nach einigen Stunden hat sich das reduzierte Silber am Boden des Topfes abgesetzt. Die darüberstehende Flüssigkeit kann nun vorsichtig abgesaugt werden. Die so gewonnenen Silberrückstände können dann in einer Metallscheideanstalt aufgearbeitet werden.
Wie oft dieser Prozess durchführt werden muss, bis man einen Barren zusammen hat, kann ich euch jetzt aber noch nicht sagen - ich arbeite selbst noch am ersten
2009 lag auch schon mal Schnee. Kurz. Zumindest in Darmstadt. Genauer gesagt: am 12.12.
Also fix die “Projektbank” und die Noblex ins Auto geladen und sich mit einem willigen Twitterer getroffen.
(klick macht big)
Location: Brücke Seitersstraße Richtung Löwentor, Rosenhöhe Darmstadt
Kamera: Die Noblex UX150
Film: Universal 200
Projektbank: Flohmarkthighlight 2009 (Weitere Opfer immer willkommen)
Twitternder: Benjamin
Temperatur: Extrem fußkalt
Die Blicke der Spaziergänger: unbezahlbar
Die Diana Mini mit einem Crossbird geladen, auf Halbformat (17×24) gestellt und einfach mal drauf losgespielt. Eigentlich war es hier viel zu dunkel für den Film und die Optik….
Was mich nicht davon abhält, Euch allen da draußen ruhige Tage mit gutem Essen im Kreise von lieben Menschen zu wünschen. Lasst es Euch gut gehen, ich werde es ebenso halten.
Nachdem gestern ein Bild von mir auf Spiegel-Online veröffentlicht wurde, bin ich mal ins Archiv getaucht, denn ich habe an dem Tag und mit diesen wunderbaren Menschen etliche Bilder gemacht. Die, zusammen genommen, eine Geschichte zeigen….