Artikel mit ‘Hilfe’ getagged

Rettungsanker Haiti

Sonntag, 17. Januar 2010

Spendenaufrufe verursachen mir immer ein klein wenig Unbehagen, denn ich weiß nie, ob das Geld tatsächlich da ankommt, wo es hin soll. Schuld daran sind sicher unter anderem Meldungen in den verschiedenen Medien, die einem klar machen, was für ein Verwaltungsaufwand hinter so mancher Hilfsorganisation steht und die Information, dass dieser Aufwand aus genau den Geldern bezahlt wird, die den Opfern von Katastrophen gespendet werden, aber im eigenen Land bleiben um Papierkram zu finanzieren.
Ein anderes ungutes Gefühl ergibt sich aus dem Bewusstsein, dass es ja “nur Geld” ist. Die eigene Hilflosigkeit wird mir in solchen Momenten so sehr bewusst, dass ich versucht bin, die Katastrophe und eben auch meine damit aufkommende Hilflosigkeit zu verdrängen. Ich arbeite daran, diese Scheuklappen los zu werden.
In vielen Kommentaren an anderen Stellen habe ich Begriffe wie “moderner Ablasshandel”, “das Gewissen beruhigen” und “sich von der Verantwortung frei kaufen” gelesen. Begriffe, die mir tatsächlich nicht in den Sinn kommen, wenn ich daran denke, dass eine Katastrophe wie in Haiti geschehen, Menschen in Situationen stürzt, die wir uns in unseren schlimmsten Träumen nicht für uns vorstellen können. Wenn der “schnöde Mammon” hilft, ist es mir ziemlich egal, ob ich einen “modernen Ablasshandel” unterstütze. Und “freikaufen” von diesem ohnmächtigen Gefühl kann sich doch auch nur derjenige, der eh nur spendet “weil man das so macht” - und genauer betrachtet selbst das nicht, denn diese Menschen haben ein solches Gefühl nicht auf ihrem emotionalen Plan.

Jetzt habe ich doch wieder mehr geschrieben, als ich ursprünglich wollte.

Hier also der Aufruf von Spreeblick mit der Bitte an Euch, inne zu halten und die eigene Gefühlswelt erst einmal zu scannen.

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Auffe Fresse, ey?

Donnerstag, 01. Oktober 2009

Zu meiner Schulzeit nannte man es schlicht “hänseln”. Gehänselt wurde, wer aus irgendwelchen Gründen anders war. Dicker, dünner, schlauer, dümmer, größer, kleiner, schüchterner, ärmer, langhaariger, kurzhaariger…… eben anders als die Masse. Es wurde geschubst, gelästert, man bekam wenig schmeichelhafte Spitznamen dazu gerne mal Kloppe… wer gehänselt wurde, der war eine arme Sau und konnte sich meist auch nicht wehren.

Unterstützung gab es nicht. Weder von Lehrern noch von Eltern, am wenigsten von Gleichaltrigen. Und suchte man nach dem Grund, dann meist bei sich selbst. Fragte man andere, so wurde nur bestätigt, dass man eben nicht “gut genug” war, um von der Gruppe anerkannt zu werden.

“Stell Dich nicht so an!”
“Du musst Dich eben ändern, dann mögen Dich die anderen auch.”
“Was machst Du denn, dass die immer auf Dich los gehen?”

Heute heißt es nicht mehr “hänseln” - heute hat das Kind einen Namen.

Mobbing

Aber geändert hat sich nicht viel. Eltern sind entweder hilflos oder blind, Lehrer überfordert oder auch unwissend, Kinder leiden noch genau so wie vor über 30 Jahren unter dem Spott, der Häme und auch der tätlichen Angriffe derer die da mobben.

Gewundert wird sich, wenn so ein Kind oder so ein Jugendlicher dann mal ausrastet. Und dann sind auch nur die Killerspiele schuld daran, nicht etwa der gesellschaftliche Rahmen und der Umgang miteinander.

Für Mobbingopfer, deren Eltern und auch für Lehrer gibt es seit 2007 eine Seite im Internet, initiiert von dem Verein Seitenstark e.V.

Die Seite heißt schlicht “Mobbing - Schluss damit” und ist eine Hilfe für Kinder und Erwachsene, die von der Thematik betroffen oder auch “nur” an ihr interessiert sind.

Diese Seite steht jetzt vor dem Aus
und braucht dringend Unterstützung!

Zeigt mal, was in Bloggern und Twitterern steckt und wenn ihr nicht Pate werden könnt , dann bloggt, erzählt und verbreitet die Information, damit die Seite weiter bestehen kann. Macht Euch ein Bild.

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