Artikel mit ‘Spürsinn HCD’ getagged

Quick & Dirty

Dienstag, 02. März 2010

Nachdem es anscheinend jetzt Kult wird, “unbearbeitetes” Material zur Schau zu stellen, will ich auch mal.

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Klick macht big

Okay - ich habe geschummelt. Ich habe nämlich folgende Bearbeitungen gemacht:

  • Ich habe mich entschieden, die Pentax MEsuper mit dem 50/1.4 zu verwenden
  • Ich habe wohlüberlegt einen Spürsinn U125 eingelegt
  • Ich habe durch den Sucher geschaut, den Bildausschnitt gewählt, mich für die Blende entschieden und fokussiert
  • Ich habe ausgelöst
  • Ich habe den fertigen Film in Spürsinn HCD gebadet und mir natürlich die Entwicklungszeiten überlegt
  • Ich habe ihn nach dem Trocknen gescannt
  • Ich habe Gimp aufgerufen und ein paar Fussel weg gestempelt
  • Ich habe mein Bildbearbeitungsprogramm überredet, die ganze Datei zu verkleinern und als JPG zu speichern.

Und?

Übrigens mache ich selten mehr. Nicht, weil ich es nicht kann, sondern weil ich zu faul bin. Hier ein bisschen am Tonwert gedreht, dort mal in die Gradation geschaut und gut ist es. Unterschiedliche Interpretationen eines Bildes interessieren mich nicht, ich gehöre zu denen, die wissen, welches Material und welches Werkzeug annähernd das Bild entstehen lassen, das ich im Kopf habe. Deswegen weiß ich, wie mein Bild aussehen soll, mache es so und  muss keine zig Variationen davon stundenlang mit der Maus traktieren.
Aber das ist meine Art zu arbeiten.

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Boxenluder

Donnerstag, 20. August 2009

Sie schaute mich an, zwinkerte mir zu und ich konnte ihr nicht widerstehen. Sie durfte mit. Im Auto hatte sie den Platz auf meinem Schoß, sie wurde begutachtet, gestreichelt und schmiegte sich in meine Hände, einen Platz in meinem Herzen hatte sie in Windeseile erobert.

So gut sah sie eigentlich nicht mehr aus. Ein bisschen blind, ein bisschen rostig, staubig und abgegriffen. Nichts, was man nicht mit ein bisschen liebevoller Pflege und ein paar geheimen Mittelchen wieder hinbekommen könnte. Nach der Behandlung durch die kundigen Hände des Lieblingsmenschen erstrahlte sie in neuem Glanz. Sogar ihre Typbezeichnung, zart in das  schwarze Leder geprägt, ist wieder sichtbar geworden.

Der volle Name meines neuesten Mädchens lautet:

Zeiss Ikon Box-Tengor (I) 54/2

Das alte Mädchen hat mich ganz schön schwitzen lassen, denn eine Box, an der man etwas einstellen kann, hatte ich noch nie.

Gebaut in den 30er Jahren verfügt sie über die Möglichkeit, 3 verschiedene Entfernungen (1-2m, 2-8m, 8 bis unendlich) und drei Blenden (f11, f16, f22) einzustellen! Also wieder ein Schätzchen, mit dem man üben kann, Entfernungen abzuschätzen.

Also habe ich die alte Dame mit einem Universal 200 geladen und bin letzte Woche früh am Morgen mit ihr losgezogen. Einen Belichtungsmesser habe ich verweigert - wo kommen wir denn da hin, Boxfotografie und Belichtungsmessung? Entweder das Licht reicht oder das Licht reicht nicht. Zumindest war ich es so von meinen anderen Boxkameras gewohnt.

Vom Ausflug zurück wurde der Film gleich gebadet. Historische Kamera, kreativer Ausflug - also war der neue Spürsinn-Entwickler “Spürsinn HCD” die erste Wahl.

Und was kommt dabei heraus, wenn man mit einer noch unbekannten, über 70 Jahre alten Box mit Einstellungsmöglichkeiten loszieht und den belichteten Universal 200 in Spürsinn HCD im Verhältnis 15+1 bei 22 Grad Celsius und 12 Minuten Standentwicklung badet?

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Alle Bilder werden größer, wenn man sie anklickt :)

Hier findet man übrigens das Datenblatt zu dem Entwickler - die Leute von Spürsinn sind sehr an Euren Erfahrungen interessiert!


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