TfP - Karussellgedanken, Ärgernisse, Erklärungen
TfP ist ein ganz heißes Thema!
Nicht etwa,weil es etwas mit einem ausgedehnten Aufenthalt in südlichen, warmen oder gar heißen Gefilden zu tun hat, sondern weil jeder, der das Knöpfchen für „on” an seiner Digitalkamera gefunden hat, zu wissen meint, was „TfP” zu bedeuten hat.
Vehement werden in Fotoforen die einzelnen Auffassungen und Thesen vertreten, einzig das virtuelle Geschehen hält die Fotografierenden und auch die Darstellenden davon ab, sich leibhaftig an die Kehlen zu gehen. (Mal abgesehen davon, dass sich diese Menschen, würden sie sich real gegenübertreten, sowieso ganz anders verhalten würden, aber ich wollte mich nicht über die Schizophrenie der Netzbewohner auslassen. Zumindest nicht an dieser Stelle.)
Variationen für die Auslegung von „TfP” sind zahlreiche vorhanden.
In den Köpfen derer, die für den Luxus guter Fotografie nicht bezahlen wollen, bedeutet TfP = „Fotos für umme - schließlich ziehe ich mich aus” - gern auch gekoppelt mit „ich zieh mich nicht aus, die Bilder sind alle für mich und ich bestimme, wie sie auszusehen haben”.
In den Köpfen derer, die meinen, mit der Verwendung dieser Abkürzung die Schleimspur bereiten zu können, auf der nacktes Fleisch in ihre Wohnzimmer rutscht bedeutet TfP = „Hey Baby, ich mach geile Fotos von Dir, zeig mir, was du hast” gerne gekoppelt mich dem gedanklichen „lechz, geifer, gier”.
Die Steigerung dazu findet man in den Köpfen (kann man hier noch von Köpfen sprechen?) derer, die der Ansicht sind, dass ihre, oft zweifelhafte fotografische Leistung mit der sexuellen Verfügbarkeit der Darstellenden belohnt werden sollte. Da bedeutet TfP dann „Du hast Dich doch eh schon ausgezogen, Du hast mich mit Deinem Körper angemacht, los, Du willst es doch auch, wie jetzt, kein Sex? Du Schlampe, ich sorge dafür, dass Du nie wieder vor eine Kamera kommst und die Bilder, die ich von Dir habe, werde ich überall veröffentlichen!”
Klar klingt das abfällig und ich sehe schon die Tasten derer qualmen, die meinen jetzt und hier zu genau diesem Thema Stellung nehmen zu können. Bitte lesen Sie erst weiter, oder ist das schon zu viel verlangt?
Aus meinem Getippsel klingt neben Abfälligkeit auch eine gewisse Genervtheit - das ist auch so beabsichtigt. Warum das so ist, wird der geneigte Leser im Folgenden erfahren.
Es soll Zeiten gegeben haben, in denen es noch kein Internet gab. Ich erinnere mich sogar noch an diese Zeiten, es waren schöne Zeiten, in denen man sich als Fotografierender leibhaftig durch die Welt bewegte und direkten Kontakt mit all den Menschen pflegte, die auftragswillig oder auch einfach nur interessant erschienen. Den Begriff „TfP” gab es damals noch nicht, dafür gab es direkte Ansprachen und bei Erfolg, direkte Absprachen, die von allen Beteiligten eingehalten wurden. Vergleichbar war dieser Vorgang mit dem Händedruck unter Kaufleuten, den man heute ja auch kaum noch in seiner ehrenhaften Ausprägung findet.
Fotografie fand noch auf Film statt, Bilder ließen sich noch in die Hand nehmen, im Licht drehen und wenden und umdrehen, wenn sie einem nicht gefallen haben. Negative konnten verbrannt werden, man konnte diesem Vorgang zuschauen und war sich sicher, dass der Ursprung des nicht gemochten Bildes auf immer und ewig vernichtet war. Natürlich gab es auch damals schon die Möglichkeit, Negative zu vervielfältigen, aber welches Bild hätte einen solchen Aufwand gerechtfertigt (Okay, Marilyn Monroe, die Kennedy knutscht… vielleicht). Die Fotografie war ehrlich und fassbar. Manipulierte Negative waren als solche zu erkennen, kaputte Negative waren kaputt.
Dann kam das Internet. Plötzlich konnte man sich mit Menschen auseinandersetzen, die man weder sah noch roch, geschweige denn kennen musste, um sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Natürlich mussten jetzt Regeln und Ausdrücke geschaffen werden, Kommunikation nahm ganz andere Ausmaße an.
Fotografierende hatten plötzlich die Möglichkeit, sich einer größeren, breiteren Masse zu präsentieren, dort zu akquirieren, Interessierte weltweit zu finden und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Mit dem Einzug der Digitalfotografie wurde auch alles ganz einfach und günstig.
Workflows wurden beschleunigt, es waren mehr Möglichkeiten gegeben, kostengünstig endlich die Projekte umzusetzen, die schon lange als Idee im Fotografenköpfchen schlummerten, mangels Zeit, Geld und willigen Darstellern aber niemals umgesetzt wurden
Die Anzahl derer, die meinten, fotografieren zu können, wuchs ins Unüberschaubare (eine Entwicklung, die wir übrigens schon einmal hatten, als nämlich die Fotografie durch die Entwicklung des 24×36 Formats plötzlich erschwinglich wurde).
Die Nachfrage an Darstellern wuchs.
Willige Darsteller wurden früher „in freier Wildbahn” gefunden. Der Lieblingsmensch, auch ein Fotograf, drückt dieses so aus:
” Früher ging man in die Disco, sah ein Mädel, das ins Konzept passte und sprach sie an. Hatte sie Lust, sich vor die Kamera zu bewegen, so brauchte man nur noch Zeit und Ort klären. Dann wurde noch darüber beratschlagt, ob man auch miteinander ins Bett geht oder ob sie lieber nur ein paar Abzüge der Bilder aus dem geplanten Shooting haben wollte… heute lässt man den Vorschlag mit dem Sex weg. Zum einen sind die Sturm- und Drangzeiten des wilden Teenagerdaseins lange vorbei, zum anderen ist die Fotografie wichtiger geworden als der sexuelle Erfolg bei Wildfremden, außerdem ist es nicht nur sinnvoller sondern auch seriöser, eine Auswahl der entstandenen Bilder anzubieten.”
Sie können das nun interpretieren wie sie wollen, Tatsache ist, dass ernsthafte Fotografie und sexuelle Begegnung einfach nicht in einen Sack gehören.
Oben beschriebene Handlungsweise war jedoch der Grundstein für das heutige „TfP”, nur den Begriff gab es in dieser Form noch nicht.
Ausgeschrieben bedeutet „TfP” nichts anderes als „Time for Print” und beschreibt ein simples Tauschgeschäft. Der Darsteller stellt sich, seine Zeit, sein Gesicht und/oder seinen Körper zur Ablichtung zur Verfügung - der Fotograf gibt dafür seine Zeit, sein Können und Wissen und eine Auswahl der Bilder, die er für gut befindet, als Ausbelichtung, nämlich als „Print” kostenlos an den Darsteller.
Da diese Abmachung beiden dient, wechselt kein Geld den Besitzer. Der Fotograf bekommt die Bilder, die er zur Umsetzung seines Projektes haben will, der Abgebildete bekommt Bilder, für die er sonst Geld auf einen Tisch hätte legen müssen.
Im Ursprung kam die Idee für das Projekt immer vom Fotografen. Hat der Person, die als Darsteller für ein solches Projekt auserkoren wurde, die Idee gefallen, war die Grundlage für eine TfP-Abmachung geschaffen.
Ach ja, wenn es so einfach wäre.
Dann wäre dieser Artikel nie geschrieben worden, ich müsste mich nicht immer und immer wieder für meine Art, TfP-Shootings anzubieten, rechtfertigen und ich hätte meine Zeit vielleicht mit der Umsetzung einer meiner Konzepte verbracht, die ich in meiner Schublade habe.
Tatsächlich ist es inzwischen so, dass mir der Spaß an TfP verleidet wurde.
Hauptsächlich weil Tausende von Fehlinformationen knipswütiger Hobbyisten und eben so viele Irrtümer von geldgeilen Möchtegernmodellen in die große, weite Welt geblasen wurden und immer noch werden.
Ich verzichte an dieser Stelle auf die Auflistung all dieser Fehlinformationen, die meiner Meinung nach einzig und allein ersonnen wurden, um aus einem ursprünglichen Tauschgeschäft von gleichwertigen „Tauschartikeln” eine Aktion zu machen, die eingesetzt wird, um einseitig Vorteile für eine der Parteien herauszuschlagen.
Grundsätzlich ist jedes Detail einer TfP - Abmachung eine Sache der Absprache zwischen den Beteiligten. Dagegen habe ich auch nichts einzuwenden.
Doch es betrifft mich direkt, wenn Heinz Potent als Fotografierender Sex vom Modell als Gegenleistung für seine Fotos verlangt!
Ebenso betrifft es mich, wenn Klein Lieschen aus Pusemuckel einem Hobbyfotografen 70 Euro die Stunde dafür abknöpft, dass dieser sein Objektiv auf ihren blanken Busen richten darf!
Es stört mich, wenn Busenwunder Heidi sich ihre Fahrt und ihr Hotel bezahlen lässt und dafür bestimmt, wie die Bilder auszusehen haben, die Karlchen von ihr macht!
Wenn Bums und Popp beschließen, sich beim Akt fotografieren zu lassen, den Fotografen nicht bezahlen wollen und die Bilder allein für ihr Privatvergnügen haben und behalten wollen, dann wird es zu meinem Problem, wenn sich ein Fotograf findet, der zufrieden damit ist, die beiden bei ihren Aktivitäten abzulichten und sich dabei sein eigenes Privatvergnügen zu gönnen.
Denn: All diese Leute blasen in die Welt, dass ihr Verhalten üblich und die Art und Weise gängiger Standard sind!
Solange diese Menschen meinen, ihre selbstpersönlichen Absprachen als Wahrheit, Richtschnur und geschriebenes Gesetz in die Ohren all derer zu blasen, die nachfragen, was es denn nun bitte mit diesen drei Buchstaben auf sich hat, so lange werde ich mich über diese Äußerungen aufregen und mit Texten wie diesem dagegen angehen.
Ich habe nämlich keine Lust mehr, mir erklären zu lassen, dass ich doch eigentlich noch ein bisschen sexuelle Entspannung liefern müsste, wenn ich einen nackten Mann auf TfP-Basis fotografiere.
Weil das doch so üblich wäre… hallo?
Ebensowenig habe ich Lust, einer nackten Person, gleich welchen Geschlechts, mein sauer verdientes Geld, versteckt unter dem Mäntelchen „Fahrtkosten” in den Rachen zu schmeißen, nur weil sie in meinen geheizten Räumen vor der Kamera die Hüllen fallen lässt und dieses in ihrem Leben doch tatsächlich schon einmal getan hat.
Weil das so üblich wäre… hallo?
Ich habe keine Lust, einem Menschen, der sich selbst als Modell bezeichnet, beizubringen wie er seine Körperspannung aufzubauen hat, was Anatomie bedeutet, was an Mimik und Gestik möglich ist und ihm dafür auch noch Bilder für die Setcard zu machen. Nö.
Ich zahle nicht für einen Sonntagsausflug - es gibt Menschen, die nehmen weite Strecken in Kauf um von mir fotografiert zu werden. Und bezahlen echtes Geld dafür.
Ach?
Mir sind die tollen Ideen von irgendwelchen Leuten absolut egal, ich habe einen ganzen Kopf voller eigener Ideen. Und die will ich umsetzen. Wenn ich Ideen von anderen Leuten umsetze, dann ist das ein Auftrag und der wird bezahlt. Und das ist tatsächlich so üblich.
Einige der oben angeführte Beispiele sind selbstverständlich extrem, aber durchaus nicht überzogen dargestellt. Ich verbringe tatsächlich viel zu viel Zeit damit, Interessierten zu erklären, was der Hintergrund von TfP ist und ihnen aufzuzeigen, dass sie absolut irrigen Informationen aufgesessen sind, wenn sie meinen, TfP wäre die absolut gängige Art und Weise, ohne Aufwand und ohne Kosten an Bilder zu kommen.
Zeit ist Geld. In diesem Fall geht es um mein Geld. Und ich habe nicht so viel Geld, um alle Naselang den Erklärbär machen zu können, ich muss nämlich Geld verdienen.
Im Gegensatz zu so manchem Amateur, der ein gesichertes Einkommen aus abhängiger Beschäftigung hat und handaufhaltend durch die Weltgeschichte fotografiert und modelt und nebenbei noch TfP-Blödsinn in der Welt verbreitet, lebe ich von meinem Können, meinem Wissen und meiner Kreativität.
Dafür brauche ich Zeit und die lasse ich mir nicht durch Endlosdiskussionen stehlen.
Schlicht und ergreifend: Es kommt tatsächlich vor, dass ich mal einen Darsteller oder eine Darstellerin auf TfP-Basis suche, um ein Projekt umzusetzen, das in erster Linie meinem Drang nach Verwirklichung dient. Selbstverständlich kann es auch passieren, dass ich mit diesem Projekt in irgendeiner Form Geld verdiene.
Aus diesem Grund mache ich bei einer TfP-Abmachung schriftliche Verträge mit den Darstellern. Sie dienen der Regelung eines eventuellen Geldflusses aus den entstandenen Bildern und der abgemachten Nutzungsrechte.
Ich leiste meinen Beitrag, indem ich eine abgesprochene Anzahl an Ausbelichtungen herausgebe, der darstellende Mensch leistet seinen Beitrag, indem er sich meiner Kamera und meiner Idee zur Verfügung stellt. Ich gebe weder Rohdateien noch Negative aus der Hand, ich liefere keine digitalen Versionen der Bilder, es sei denn, ich stelle sie selber im Internet aus, dann bekommt der darstellende Mensch selbstverständlich die Web-Auflösungen der Bilder, die ich auch selber im Internet ausstellen werde.
Keine Fahrtkostenerstattung, keine Gage, keine Extrawünsche, die nicht im Vorfeld abgesprochen wurden.
Eigentlich gar nicht so schwer, oder?
Nachtrag aus aktuellem Anlass: Natürlich steht “TfP” auch oft für “Testshooting” - was nichts anderes bedeutet, als dass ein Fotografierender schaut, ob der ausgewählte darstellende Mensch als Modell für die Zukunft in Frage kommt. Aber das ist ein ganz anderer Spielplatz und wird hier nicht weiter ausgeführt.
Tags: Fehlinformationen, Fotografie, Fotos für umme, Gemecker, Menschen, Projekte, TfP, Time for Prints, Verträge




03. Januar 2008 at 22:56
[...] Foto-Freier und Foto-Huren oder auch TfP-Shooting! Für Basis-Info hier lesen [...]
04. Januar 2008 at 14:51
Ich sitze hier, denke nach, kratze mich ausgiebig am Kopf und versuche den Anfang des roten Fadens zu finden … das Kernproblem ist doch die Motivation und das Bewusstsein dessen was man anzubieten hat.
Szenario 1:
Auf der einen Seite ein(e) FotografIn, der / die ein Konzept im Kopf hat und einen Menschen sucht, der in einer Weise sich fotografieren lässt, dass hinterher ins Konzept passende Bilder rauskommen. Wenn die FootgrafIn ihr Handwerk versteht kann sie ungefähr voraussagen was hinterher für Bilder herauskommen (Angebot). Der zu fotografierende Mensch kann sich überlegen ob er solche Bilder von sich wertvoll findet und sagt ggf. zu …
Alternativ muss ein Mensch, der sich in gewisser Weise fotografieren lassen will eine(n) Fotograf(In) suchen, die das auch kann die gewünschten Bilder zu machen. Wenn der Mensch fündig wird kann es zu einer TFP Vereinbarung kommen muss es aber nicht. Falls der Mensch die Rechte am Bild haben will muss er halt zahlen, in dem Fall tritt das Konzept des Fotografen in den Hintergrund, das Shooting wird zur Auftragsarbeit bzw. zur Dienstleistung.
diese Fälle sind wohl selten geworden … was läuft dann statt dessen ab?
Szenario 2:
Die Botschaft ist doch jeder kann alles, alles ist billig, für nichts muss mehr Arbeit und Mühe investiert werden, geiz ist geil usw.
Der Gedanke eines Hobby Fotografen mag sein “ich will erotische Bilder machen” und ich suche mir ein Modell das sich von mir fotografieren lässt, mittels Internet und großer communities findet sich ein Modell das vielleicht den schnellen Traum einer Karriere träumt und schwupps haben sich die zwei gefunden.
Der Gedanke “ich will erotische Bilder machen” ist in meinen Augen noch lange kein Konzept, keine tragfähige Motivation um nachhaltige Bilder zu machen.
Das finde ich sehr sehr schade, dass die Ergebnisse dieser beiden Szenarien in einen Topf geworfen werden.
Noch ein Nachsatz, ich bin der letzte der die Fähigkeiten eines Fotografen herabwürdigt, dennoch muss ich sagen, die Dreistigkeit mit der sich mancher von fotografischem Wissen befreiter Kamerabesitzer als Fotograf bezeichnet und mit seiner Kamera auf Menschen losgeht lässt mich blass werden.
lg Aebby, der erst ein erotisches Bild gemacht hat, auf dem aber niemand zu sehen ist *gggg
04. Januar 2008 at 16:53
Karussellgedanken ist für mich der absolut passende Überbegriff.
Da ich mich aktuell im einunddreißigsten Jahr der Erwerbsfotografie tummele (ja, 31!) und vorher auch schon mal eine Kamera aus Nichterwerbsgründen in die Hand genommen habe, fällt mir der Sittenverfall besonders auf.
Ok, die Sitten verfallen und die Bilder, für die in irgendeiner Form Geld fließt, werden im Durchschnitt (grob über den Daumen geschätzt) schlechter. Es geht sogar so weit, daß Automatik-Bilder, ohne fotografisches Wissen erzeugt, als Qualitätsstandard gesetzt und gefordert werden. Ich kenne genügend Fotografen, die nur schwer an Aufträge kommen, weil die Kunden sagen: “wir wollen keine Kunst, sondern Bilder!”.
Um es jetzt böse zu formulieren, ist diese TfP-Arie ausschließlich dazu da, um sich im Umgang mit der Kamera zu üben.
Dies war früher zwar auch ein Gedanke, aber viel häufiger ging es um die Umsetzung eines Projektes, für das keine Erwerbsmöglichkeit bestand.
Aus meiner Sicht gehört TfP genau da hin.
Und noch etwas Schlimmes geschieht. Wenn ein Fotograf in einem Forum ganz klar zum Ausdruck bringt, daß er keine TfP-Shootings macht, dann wird er angegriffen, beschimpft und beleidigt. Viele TfP-Fotowilligen verhalten sich so, als wäre es ein verbrieftes Recht, TfP-Shootings zu verlangen. Sozusagen ein Grundrecht der Selbstdarstellung.
Nun noch ein paar sahnige Worte zur sexuellen Gefälligkeit vor, während und nach einem Shooting. Alleine dieser Gedanke dreht mir den Magen um. Sexualität als Anrecht oder Zahlungsmittel? Geht´s noch????? Sexualität ist immer von der Anziehungskraft zweier (oder mehr) Menschen abhängig und dient alleine der Befriedigung dieser Anziehung. Das Model oder der Fotograf, der noch nie eine Situation der Anziehungskraft erlebt hat (besonders in Akt-Situationen), hat sich noch nie eine intensive Sitzung erlebt. Aber ist es dann eine Pflicht, daß man dieser Anziehung nachgibt? NEIN! Wenn, dann liegt es an den Personen selbst, diesem Drang nachzugehen oder es zu lassen. Aber was hat das mit TfP zu tun? Vielleicht ein Übersetzungsfehler => Time for Poppen …
04. Januar 2008 at 21:00
heute regt sich der Zyniker in mir …
> Ich kenne genügend Fotografen, die nur schwer an
> Aufträge kommen, weil die Kunden sagen: “wir wollen
> keine Kunst, sondern Bilder!”.
Bilder gibts doch am Automaten … halt Denkfehler … am Automaten ist es auch nicht umsonst
> Um es jetzt böse zu formulieren, ist diese TfP-Arie ausschließlich
> dazu da, um sich im Umgang mit der Kamera zu üben.
früher hat man da das Handbuch gelesen … halt wieder Denkfehler … früher brauchte man kein Handbuch für eine Kamera … das Üben ließe sich doch auch mit Blumen und Bienen bewerkstelligen …
06. Januar 2008 at 14:04
Aebby, der Zyniker ist absolut angesagt. Aber so böse? *lach* *grins* *wunder* *beifallklatsch*
06. Januar 2008 at 14:11
Gerade wieder gelesen:
“Suchen Fotografen”
Nachdem x Fotografierende sich gemeldet haben:
“Sorry, Akt kommt üüüberhaupt nicht in Frage - wir bezahlen auch nicht - wir suchen ausschließlich TfP”
Tja - ein Schelm, der Böses dabei denkt……..
10. Januar 2008 at 15:31
[...] die vielen Huberts kein gutes Haar an mir lassen werden, das war mir schon vorher klar. Ich trete ihnen aber auch zu oft auf die [...]
28. Januar 2008 at 15:52
[...] TfP (wer nicht weiß, was TfP bedeutet, der kann gerne nachlesen und gegebenenfalls [...]
05. Oktober 2008 at 21:53
[...] Nachtrag aus aktuellem Anlass [...]
09. Oktober 2008 at 14:02
Ach verdammt. Jetzt wollte ich dir gerade anbieten, dass du mich bezahlst damit ich zu dir komme, du dann Bilder von mir machen darfst, von denen ich dir vorher sage, wie sie hinterher auszusehen haben, die Negative bekomme natürlich ich inkl. schöner Handabzüge (Baryt, versteht sich. Drunter mach ich’s nicht) und dann wollte ich dir einen Kriterienkatalog vorlegen, wie dann mein potentieller Sexpartner zur Entspannung auszusehen hat. Leider kann ich auf Grund meiner heterosexuellen Orientierung nicht auf Anziehung gegenüber der Fotografin hoffen. Deswegen ging ich davon aus, du würdest da schon für jemand adäquates sorgen. Und jetzt versaust du’s mit deiner kleinlichen Art. Echt. Sowas. Pf.
09. Oktober 2008 at 14:36
Ich könnte Deine Anfrage an den Herrn Trout weiterleiten…. Soll ich?
*gnihihi*
09. Oktober 2008 at 14:44
haha, äh, also was ich sagen wollte… leider habe ich da wohl doch keine Zeit.
[nach Diktat verreist]
09. Oktober 2008 at 19:23
… ahaaa, sowas nennt man auch Angstschisser
09. Oktober 2008 at 19:26
ach was Herr Trout, das nennt man Realistin. Das kann nämlich nur ganz furchtbar werden, weil ich so schlimm unfotogen bin. (Nein, das ist weder fishing for complements noch Koketterie. Es ist wirklich und wahrhaftig eine Tatsache. Und neeeeein, es ist auch KEINE Herausforderung.)
Vergesst das also ganz schnell wieder.